• KK komplett

    Innerhalb von 3 Minuten war alles erledigt - erst kam die Mail meines alten Domainproviders, die Domain ist freigegeben und besagte 3 Minuten später kam die Mail des neuen Anbieters, der sie übernommen und nun die Nameserver aktualisiert werden müssen. Deswegen kann es ein paar Stunden (je nach Internetprovider) dauern, bis sich unter der Adresse http://blog.electro-space.de auch wirklich mein Blog zeigt. Deswegen jetzt auch der Hinweis: Ab sofort gibt es neue Beiträge unter

    zu lesen. Die Feeds für Beiträge und Kommentare befinden sich in der Fußzeile des Blogs. Damit wären auch die Abonnenten zufriedengestellt. Apropos Abonnenten, den Podcast wird es natürlich nach wie vor unter alten Adresse (http://electro-space.podspot.de) mit dem alten Abo geben. Das ist derzeit noch keine Baustelle. Woran ich jetzt aber intensiv arbeiten werde ist die Übernahme der alten Beiträge in den neuen Blog. Von daher wird der alte Blog langsam von hinten beginnen zu schmelzen, denn sobald die Übernahme eines Beitrags und seiner Medien fertig ist, lösche ich sie. Verbleiben werden die Freundesbeiträge und wenn ich weitere schreibe, dann auch nur im alten Blog. Natürlich wird sich auch Google erstmal an die neue Adresse gewöhnen müssen, obwohl die Übergangslösung mittlerweile schon eifrig befragt wurde... "Wie komme ich an ältere Frauen ran?" wollte heute jemand wissen. Altersheim? Straßenbahnhaltestelle? Vormittags einkaufen gehen?

    Im Laufe des heutigen Abends werde ich erstmal die bereits eingefügten Links aktualisieren und schließlich gibt es ja noch von meinem ersten Arbeitstag zu berichten. Außerdem habe ich noch ein kleines Problem mit meinen Kategorien. Die hierarchische Lösung ist einfach genial und finde es prima, die Tags so zu gruppieren. Leider werden nur Kategorien und ihre Subtags angezeigt, wo ein Beitrag dazu existiert. Problematisch wird es dann für Containerkategorien, d.h. eine Kategorie, die nur der logischen Ordnung dient und wozu nie ein Beitrag existieren wird. Bestes Beispiel bei mir: Hobby und Serie. Wenn ich über ein spezielles Hobby von mir schreibe, wähle ich es aus, aber nie das Hobby allgemein. Deswegen ist dieser Beitrag gleichzeitig ein Mogelbeitrag, denn ich werde den Beitrag mal in diese beiden Kategorien einordnen.

  • Jahresrückblick 2006

    Kurz vor Weihnachten - wagen wir doch mal einen Blick darauf, was dieses Jahr so alles passiert ist. Natürlich aus Blogperspektive. Seit August schlich sich heimlich, still und leise ein Blog-Counter bei mir ein, nicht etwa aus Spionagezwecken, sondern mehr aus Interesse - was habt ihr bei mir zu suchen? Deswegen die Top5 der Suchbegriffe, die bei mir gelandet sind:

    1. Desktopographie
    2. Welt-Hallo-Tag
    3. Mr.Campfire
    4. Neue Raumantriebe, Feldantrieb, Raumantriebe
    5. Fraktal

    Zwei Ereignisse möchte ich schon mal vorab herausgreifen. Zum einen der Flop des Jahres - der seinen Ursprung bei diesem Fraktal hatte. Lange vorbereitet, viel gewartet und mächtig nach hinten losgegangen - der Fraktalkalender. Dafür um so erfolgreicher meine Jobsuche und damit definitiv das Highlight des Jahres.

    Doch drehen wir ganz auf Anfang zurück und beginnen im Januar. Ganz kurz flackerte es auf und verschwand auch gleich wieder und dann war es "scheiße leise" um den Tod von Markus Löffel aka Mark Spoon - der Mann hinter Projekten wie Storm, Dance2Trance und Jam&Spoon. Januar - auch mal wieder Zeit älter, aber nicht erwachsener zu werden. Aber Zeit genug zwei schöne Serien zu schreiben bzw. zu kopieren - zum einen die Serie über Alternative Raumantriebe und das Tao des Programmierens. Der Februar war der Monat des Schreibens. Ich setzte mich mit den Grundlagen der Kalligraphie auseinander und muss zugeben, dabei ist es vorerst auch geblieben, was mich irgendwie ärgert. Dafür hab ich wesentlich mehr getippt und stellte fest - die Anordnung auf der Tastatur muss geändert werden. Und ich nutzte die Gelegenheit für einen Ausflug nach Stuttgart. Bin ich ein Katzenblogger, nur weil ich Katzencontent auf meinem Blog habe? Na auf jeden Fall legte ich mir im März ein Haustier zu, die Else. Aber nicht nur die Tierwelt wurde beobachtet, sondern auch merkwürdige Bastelideen und nicht zuletzt Gedichte fanden Eingang in meinen Blog.

    Der Frühling fing mit einem Frühjahrsputz an, ich räumte ordentlich den Keller aus und sammelte dabei noch alte Frauen von der Straße auf. Ich belebte meine Webseite wieder und tippte fleißig weiter. Beim derzeitigen Stand werde ich jedoch bei meiner Tastatur bleiben - derzeit geschätzter Preis für die Traumtastatur: 100 Euro pro Taste und das bei über 100 Tasten... Beim Tippen entstanden dann noch im April schöne lange Geschichten und Wünsche über hoffentlich bald erscheinende CDs, die mittlerweile veröffentlicht wurden. Außerdem erfüllte ich mir meinen Wunsch nach UltraFractal, mit dem mittlerweile einige Fraktale entstanden sind. Im Mai feierte ich dann mein einjähriges Blogjubiläum. Nachdem ich auch einen Anbieter gefunden hatte, der Podcasts hostet, meldete ich mich umgehend an und wollte meine Lieblingsmusik auf die Menschheit loslassen, was aber doch an den Haken des Urheberrechts und der GEMA hängen blieb. Und wenn ich mich schon intensiv mit dem Urheberrechts auseinandersetzte, kam auch einer aus der Riege der alten Herren zu Wort, Jimmy Cauty von KLF. Außerdem war ich wieder neugierig und habe keine Kosten und Mühen gescheut, um in Erfahrung zu bringen, warum die Welt so bunt ist. Und im Juni ging es los - die Fußball-WM, jedes Spiel Deutschlands wurde mit einem, nach Möglichkeit passenden, Zitat aus der Fußballwelt versehen. Außerdem kam ich auf die Idee, mal bei einer Radiosendung zum Thema "Aphex Twin" nachzuhaken, ob ich mithelfen kann. Auch hier bekam ich keine oder nur nichtssagende Antworten.

    Das Sommerloch wurde von der WM voll ausgefüllt, so blieb zwar im Juli nicht viel zu sagen, außer dass ich mich wieder mit einem dieser lästigen Bugs herumschlug. Der August zeigte sich auch von seiner nassen und kalten Seite - ausgerechnet an dem Wochenende, wo wir zur Kulturinsel Einsiedel fuhren. Außerdem legte ich mir seltsame Haustiere zu, die morgens in meinem Weg lagen. Der August war auch der Zeitpunkt, wo mein erster Podcast über die Bühne ging. Im September trat ich nach einer Probewoche in meiner Stelle dann an die Öffentlichkeit und berichtete von meinen Erlebnissen. Als ich dann wieder heimkam, erwartete mich das totale Chaos, meine Wohnung wurde umgebaut und ich lebte in meinem kleinen Schlafzimmer. Was blieb mir anderes übrig, als mich auf kleinstem Raum mit Musik zu beschäftigen oder rauszugehen und herumzufahren. Und dabei konnte ich Rüedi zu seinem 100.000sten Kilometer beglückwünschen.

    Das letzte Quartal begann orange - ich kochte meine Kürbis-Kokos-Marmelade, von der ich auch jetzt noch zehre und die wirklich sehr lecker ist. Außerdem entdeckte ich auch im Oktober eine weitere Möglichkeit des Schreibens für mich - Postkarten schreiben. Nach der ganzen Katastrophe mit der Wohnung gönnte ich mir eine selbstentworfene Tasche. Ideal für Handy, Stifte, Zeitung, Regenschirm, Akkuladegerät und andere unentbehrliche Dinge. Aber es war auch für mich wieder Zeit zum philosophieren - so machte ich mir Gedanken, was einen Programmierer auszeichnet und nachts über das menschliche Sein. Im Oktober startete dann auch noch, was im November und Dezember seine Umsetzung fand: der Umzug in die neue Wohnung. Und jede Menge Planung dazu.

  • Constraint-Test

    Ich hatte letztens festgestellt, dass hier wohl ein Constraint fehlt. Deswegen werde ich jetzt mal einen kleinen Test machen. Dazu brauche ich zwei Sessions - einmal eingeloggt und einmal offline.

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    Wenn ich richtig liege entsteht ein zweiter Kommentar, der in der Kommentarleiste angezeigt wird, aber im Beitrag nicht sichtbar ist.

    Nachtrag: Test erfolgreich, es werden zwei existierende Kommentare angezeigt, aber es ist nur einer sichtbar.

  • Abschluss der WM

    Wer meinen letzten Blogeintrag gesehen hat, wird sich wundern: Halb neun und ich schreibe noch einen Eintrag? Sämtliche Spiele fangen immer abends um 21 Uhr an, nur nicht das Finale. Klassisch - ich verpasse die erste Halbzeit und die beiden Tore, wundere mich, warum es draußen knallt. Dafür hat mir die zweite Halbzeit gereicht. Meine Favoriten haben gespielt wie lahme Enten und hätten sich nicht wundern dürfen, wenn sie verloren hätten. Aber erstaunlicherweise haben sie sich durchgemogelt und auch noch das Elfmeterschießen gewonnen, aber auch nur durch Fehler der Franzosen.

    Was bin ich froh, dass die deutsche Mannschaft gestern gespielt hat und einen tollen Sieg errungen hat, denn wie Eric Mejer schon sagte: Nichts ist scheißer als Platz zwei.

    Ich glaube Zidane hat seine Aktion weniger Sekunden später schon bereut. Ganz große Geste auch von Buffon der ihn nochmal freundschaftlich in den Arm nahm, bevor Zidane das Spielfeld verließ.

    Nachtrag:

    Und gewonnen hat Deutschland doch! Und zwar den Torschützenkönig der WM 2006 - Miroslav Klose. Hier sehen wir ihn beim Zählen der Tore, die er geschossen hat. (Quelle: [web.de]) :))

    miro
  • Zum Finale

    Eigentlich hatte ich es garnicht so bewußt auf das Finale der Fußball-WM ausgerichtet, aber es passte hervorragend als heutiges Essen und quasi als Vorbereitung für den Fernsehabend. Wieder einmal habe ich chefkoch.de befragt und heute fiel meine Wahl auf Pizzaschnitzel. Als Beilage habe ich mich für grüne Bandnudeln entschieden und einen trockenen italienischen Weißwein. Sehr lecker...

    pizzaschnitzel

    Ich hoffe, die italienische Mannschaft weiß das zu würdigen und gewinnt heute :))

  • Radkappen - Räder... 3:4

    radkappeDiese Woche machte sich eine von meinen Radkappen selbstständig und wiedergefunden habe ich sie auch nicht. Ich glaube, es war Dienstag morgen als ich früh ins Auto stieg, mich noch wunderte, warum er nicht so besonders fährt und dann auf Arbeit feststellte, dass eine Radkappe sich abgelöst hat.

    Also hab ich meinem Rüedi als kleine Belohnung und als kleines Geschenk einen neuen Satz Radkappen bestellt. Denn seit gestern sind wir 30.000 km zusammen, davon ungefähr 25.000 km auf Autobahnen. Da fühlt er sich so richtig wohl und dankt mir das mit einem Verbrauch von 6,5 l/100 km. Auch wenn ich ihn mal ein paar Kilometer mit mehr als 160 km/h über die Autobahn treibe. Kleines japanisches Wunderwerk...

    Im August gibt es dann erstmal einen neuen Auspuff, weil der alte langsam durchgerostet ist. Hoffentlich ist es bis dahin mal kühl geworden, denn momentan scheint es noch nicht zum Gewitter zu kommen, dass schon seit Donnerstag angedroht wurde. Richtig - überall scheint es zu regnen, zu gewittern, nur hier hält sich tapfer die Sonne.

    Na wenigstens ist es jetzt etwas angenehmer. Und ab 21:00 Uhr geht es wieder los, wenn es heißt: Deutschland gegen Portugal. Meine Stimme ist betriebsbereit, das Bier steht kühl, von mir aus kann es losgehen. Ich freu mich schon auf das Spiel, denn so wie ich das Spiel der Portugiesen bis jetzt gesehen habe, dürfte es der deutschen Mannschaft nicht schwer fallen.

  • Neues in Kürze

    Freitag abend, es kühlt langsam ab und ich habe das Gefühl, mein Hirn kondensiert so langsam wieder an der Innenseite meines Schädels...

    • Anfang der Woche machte sich ein gravierendes Motivationsloch breit. Ich versuchte eine Ursache zu finden, bis sie am Mittwoch abend mich fand: Es kratzte im Hals. Als ich Donnerstag früh aufwachte und mir so dachte - bleib doch lieber liegen - wußte ich, woran ich war. Aber Indianer kennen keine Schmerzen und ich tigerte auf Arbeit, weil ich wußte, dass ich Freitag frei hab und mich auf ein langes Wochenende freuen darf. Im Laufe des Tages wurde der Hals dank Salbei-Bonbons und Pfefferminztee langsam besser. Abends war ich sogar in der Lage noch Squash spielen zu gehen, gewonnen hab ich jedoch nicht. Die abschließende Sauna tat mir dann noch ganz gut. Ich möchte nur wissen, wen ich dafür verantwortlich machen kann, denn momentan geht echt mal wieder eine kleine Welle um.
    • Am Donnerstag erhielt ich Antwort von coloRadio was den Ausfall betraf. Es wäre wohl ein technischer Fehler gewesen, der nicht in ihrer Schuld lag. Auf meine Frage, wann denn die Sendung wiederholt wird, konnte mir auch keine Auskunft gegeben werden, sowas wird bei der Musikredaktionssitzung beschlossen. Als ich wegen dem Kontakt zur Redakteurin der Sendung nachfragte, erschien hinter dem Namen ein Fragezeichen und die Bemerkung ich solle mich doch lieber mit ihr in Verbindung setzen. Und überhaupt war der Beantworter meiner Mail jetzt eine Woche nicht da und wußte somit von nichts. Ich bin immer noch in der Phase, wo ich mich beruhigen muss, sonst fällt die Antwort an ihn sehr pampig aus. Momentan bin ich in der Stimmung: Hallo, da steht ein Sendeplan im Internet und ihr wißt nicht, wer für die Sendung verantwortlich ist? Wozu findet eure Redaktionssitzung dann statt?
    • Ich hab heute einen Tagesausflug nach Bayern unternommen. Als ich heute morgen startete, waren die Straßen feucht und später fing es auch mit regnen an. Nach passieren der Landesgrenze zu Bayern goss es wie aus Kannen. Der einzige Vorteil lag darin, dass es angenehm kühl war. Und was mir noch aufgefallen ist: Fährt man nach Brandenburg - Willkommen in Brandenburg, fährt man nach Sachsen-Anhalt - Willkommen in Sachsen-Anhalt, fährt man nach Thüringen - Willkommen in Thüringen, fährt man nach Bayern - nix. Sind wir nicht willkommen? ;) Aber zurück zum Thema: Die ganze Zeit regnete oder nieselte es und als ich dann wieder zurückfuhr, hörte es an Grenze zu Sachsen auf zu regnen und bei meiner Ankunft in Dresden war hier purer Sonnenschein und keine Wolke am Himmel, Temperatur 31°C.
    • Also hab ich mich an einen kühleren Ort gewünscht. Optimal zum Beispiel - Island, da sind heute 13°C. Und weil ich gerade bei Island bin - Islands musikalische Exportartikel fangen nicht nur mit "B" an und hören mit "jörk" auf, es gibt auch andere Töne, so zum Beispiel von Sigur Rós. Diese Band gewann letztens in London bei den Creative & Design Awards einen Preis für das beste Rockvideo zu "Glósóli". Das beste daran ist, dass man das Video auf der Homepage der Band herunterladen kann. Es erinnert mich ein wenig an eine Mischung aus "Der Rattenfänger von Hameln", Lemminge und am Ende an Pink Floyds "Learning to fly". Nachdem ich mir die Alben von Sigur Rós heute mal angehört habe, muss ich eine gewisse Ähnlichkeit zu Biosphere herstellen. Beide kommen aus den nördlichen Regionen Europas, in denen lange sehr kalte Winter herrschen, die sich auch in der Musik widerspiegeln. Und eine Verbundenheit zur Natur, soweit man das aus der Musik heraushören kann. Der einzige, aber nicht unwesentliche Unterschied liegt darin, dass Biosphere ausschließlich elektronische Musik ohne Gesang produziert.

    Und damit erstmal genug für heute...

  • Alles doof

    doof
  • Licht gesehen (III)

    doppelspaltSammeln wir mal zusammen, was wir für das Verständnis von der Entstehung von Farben benötigen. Wir brauchen den Welle-Teilchen-Dualismus und eine moderne Ansicht vom Aufbau von Atomen. Sicherlich ist der Begriff des Photons geläufig. Das ist das "Teilchen", was mit Licht in Verbindung gebracht wird. Mit den Augen der klassischen Physik betrachtet, wird klar, wie der photoelektrische Effekt funktioniert. Schließlich hat unser Physiklehrer uns eingebläut, dass eine Welle keine Materie transportieren kann, wie sollte sonst Licht dann elektrische Ladungen freisetzen, wie es in Solarzellen geschieht. Also muss Licht aus Teilchen bestehen! Oder?

    Licht sind Teilchen? Wenn dem so wäre, würden nur zwei Linien an der Wand zu sehen sein, wenn wir eine Taschenlampe auf einen Doppelspalt richten. Aber wir sehen viele Linien an der Wand (siehe Bild oben). Also muss doch mehr dahinter stecken. Beugung tritt ja eigentlich nur bei Wellen auf. Also doch Welle und gleichzeitig Teilchen? Weil sich das doch sehr schwer vorstellen läßt, dass etwas ein Teilchen sein kann, aber auch eine Welle, gibt es ein kleines Gedankenexperiment. Stellen wir uns also eine Person vor, die im 2-dimensionalen Raum lebt, also nur Höhe und Breite kennt. Wie würde diese Person reagieren, wenn wir sie mit einem Zylinder konfrontieren. Betrachten wir den Zylinder von oben, hat er den Querschnitt eines Kreises und von vorn gesehen, wirkt der Zylinder wie ein Rechteck. Und genauso würde ihn die 2-dimensionale Person wahrnehmen, je nachdem welchen Querschnitt sie sieht. Für sie wäre es kaum vorstellbar, dass es sich bei Kreis und Rechteck um ein und denselben Körper handelt. Na, klingelt es?

    rutherfordSetzen wir unsere Reise durch die wunderbare Welt der Atome fort. Natürlich haben sich die Wissenschaftler einige Gedanken gemacht. Ich hoffe, aus der Schulbildung ist noch hängengeblieben, dass Atome aus Protonen, Neutronen und Elektronen bestehen?! Die ersten Atommodelle sahen die ganzen Teilchen nebeneinander umherschwirren. Bis ein Herr Rutherford folgendes Experiment machte: Er nahm eine hauchdünne Goldfolie und hat sie mit Teilchen (alpha-Strahlung) beschossen. Und was mußte Rutherford feststellen: Die Teilchen passierten die Folie ungehindert und wurden nur gelegentlich abgelenkt. Also konnten die Protonen, Neutronen und Elektronen nicht gleichmäßig verteilt sein. Er schlußfolgerte, dass die Protonen und Neutronen den Atomkern bilden und die Elektronen diesen mit hohem Tempo umkreisen. Nur mal zum Vergleich: Der Atomkern ist ca. 1 x 10-15 Meter im Durchmesser, während das gesamte Atom zwischen 100 und 400 x 10-12 Meter einnimmt, was dann mehr als das 100.000-fache der Größe des Atomkerns entspricht. Auch wenn das nicht dazugehört, besteht doch ein Atom im wesentlichen aus Nichts.

    bohrNiels Bohr, der sich einen Namen bei der Entwicklung zur Quantentheorie gemacht hat, bemerkte dann, dass doch bei dem Modell von Rutherford was nicht stimmt. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an das Experiment im Physikunterricht. Der Versuchsaufbau war folgender: Ein Elektromagnet (nach Möglichkeit in Stabform) und ein Metallring, der um den Magenten gelegt wurde. Schaltete man den Elektromagneten ein, flog der Ring weg. Was war also passiert? Bewegte Ladungen erzeugen ein Magnetfeld und umgekehrt. Der Elektromagnet hat also die Elektronen in dem Ring auf Trab gebracht, die wiederum ein Magnetfeld erzeugt haben. Beide stoßen sich ab und der Ring ist derjenige, dem das Entweichen am besten möglich ist. Nach Rutherford bewegen sich die Elektronen ständig um den Kern und erzeugen demzufolge immer ein elektromagnetisches Feld. Da das natürlich nicht ohne Energieverlust geht, müßten die Elektronen ständig Energie verlieren und würden früher oder später in den Kern stürzen. Also schuf er zwei Annahmen: zum einen, gibt es Bahnen um den Atomkern, wo sich Elektronen aufhalten können, ohne Energie zu verlieren und zum zweiten, dass ein Bahnwechsel nur möglich ist, wenn ein Elektron Energie in einer bestimmten Menge aufnimmt oder abgibt.

    Damit hätten wir unser Ziel fast erreicht. Denn diese "Energiepakete", die ein Elektron aufnehmen und abgeben kann, sind die "Lichtteilchen" oder korrekter Lichtquanten. Und nun kam ein österreichischer Physiker daher und stellte fest, dass man Ort und Impuls eines Elektrons nie genau bestimmen kann, sondern nur eine Wahrscheinlichkeitsgleichung aufstellen kann, wo sich das Elektron mit höchster Wahrscheinlichkeit aufhält. Er faßte das natürlich allgemeiner, damit es für alle Quantensysteme gilt und die Formel wurde nach ihm benannt: die Schrödingergleichung. Wenn wir vom einfachsten Atom - dem Wasserstoffatom - ausgehen, dann wissen wir, dass es dort ein Elektron gibt, was um den Atomkern schwirrt. Die höchste Wahrscheinlichkeit, an welchen Positionen sich das Elektron in seinem optimalen Zustand (dazu später) aufhalten kann, ergibt eine Kugel. Diese Kugel nennt man Orbital. Beim Helium, wo es zwei Elektronen gibt, findet noch ein zweites Elektron in diesem Orbital Platz. Denn jedes Orbital kann nur zwei Elektronen aufnehmen. Abhängig ist das vom Drehimpuls des Elektrons, den man sich vereinfacht als Drehung des Elektrons vorstellen kann.

    orbitaleIch muss jetzt wieder ein bißchen im Schulwissen stochern, denn wer sich noch an das Schalenmodell der Chemie und den Begriff Valenzelektronen erinnern kann, ist schon mal gut dran. Vielleicht als kleine Erinnerung: auf die 1. Schale passten zwei Elektronen, auf die 2. Schale acht Elektronen usw... Elemente mit vollbesetzten Elektronenschalen sind die allseits bekannten Edelgase. Dabei besteht jede dieser Schalen aus einem oder mehreren Orbitalen. Wie bereits oben beschrieben, ist das einfachste Orbital kugelförmig. Für alle weiteren Schalen kommen weitere Orbitale hinzu, die sich dann unterschiedlich im Raum anordnen. Mit steigender Schalenanzahl steigt auch die Anzahl der Orbitale, deren Form immer komplexer wird.

    Auch wenn es jetzt ein wenig durcheinander ging, kommt jetzt der große Aha-Effekt, denn die Elektronenschalen entsprechen der Hauptquantenzahl, die Nebenquantenzahl gibt an, in welchem Orbital sich das Elektron aufhält, die Magnetquantenzahl, wie sich das Orbital räumlich ausrichtet und letztendlich die Spinquantenzahl, um den "Eigendrehimpuls" des Elektrons anzugeben. Mit Hilfe dieser vier Quantenzahlen können wird genau sagen, von welchem Elektron wir sprechen und mit dem Wissen können wir jetzt Farben erklären. Aber nur für einfache Atome, denn der Wirrwarr mit den ganzen Orbitalen wird bei Molekülen so komplex, dass man die Gleichung für die Aufenthaltswahrscheinlichkeit garnicht mehr mit mathematischen Mitteln darstellen kann und sich auf den Computer verlassen muss, dass der mittels numerischer Methoden alles korrekt berechnet.

    Ein Elektron hat natürlich immer das Bestreben, dass tiefste nicht vollständig besetzte Orbital zu belegen. So ein Elektron kennt natürlich auch einen "angeregten" Zustand, d.h. es besitzt mehr Energie und befindet sich in einem höhergelegenen Orbital. Um diesen Zustand loszuwerden, gibt es Energie in Form eines Lichtquant ab und fällt auf das tiefstmögliche Orbital. Die Wellenlänge des freigesetzten Lichtquants wird dabei bestimmt, von welcher Elektronenschale das Elektron in welche fällt. Je "tiefer" es fällt, um so größer die freigesetzte Energie und desto kurzwelliger das Licht (d.h. höhere Frequenz). Und wie kann man das Freiwerden der Energie schöner sehen, als in den Spektrallinien. Umgekehrt lassen auch die Spektrallinien Rückschlüsse auf die chemische Bindung zu.

    wasserstoff

    Interessant sich die Welt vorzustellen, wenn man weiß, dass dabei ständig Elektronen ihre Schalen wechseln, deren Sprünge wir als Farben wahrnehmen...

  • Es geht um die Wurst...

    gewinnenNachdem im letzten Spiel schon die Spannung unerträglich war, wird sie im heutigen Spiel gipfeln. Wie wird die deutsche Nationalmannschaft den Verlust von Frings verkraften und wer wird an dessen Stelle kommen? Natürlich sind die Jungs hochmotiviert und egal, ob wir gewinnen oder verlieren - ein Spiel wird auf alle Fälle noch gespielt. Ich hoffe, sie haben aus dem letzten Spiel die Lektion gelernt, dass man auch vor einem starken Gegner keine Angst haben muss, da auch dieser seine Schwächen hat.

    Ansonsten gibt es von mir heute keine Statistiken, Schätzungen oder dergleichen. Ich wage es nicht mal einen Tipp abzugeben, werde aber die deutsche Mannschaft leidenschaftlich anfeuern. Schlaaaaand, schlaaaand. Eigentlich sollte ich im Fall eines Sieges doch in die Stadt fahren. Die fahrenden, hupenden und beflaggten Autos vermitteln das Gefühl, dass halb Deutschland am Spiel teilgenommen hat. Fehlt nur noch, dass sie auf den Knien in Siegerpose die Prager Straße rauf- und runterrutschen. Ich lass einfach mal Hans Krankl sprechen, der meinte "Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär.". Also viel Glück für Klinsi und die deutsche Elf!

    Nachtrag: Verloren. In den letzten anderthalb Minuten lassen sich die deutschen Jungs noch zwei wunderschöne Tore von den Italienern verpassen. Ich denke, die zu diesem Zeitpunkt bessere Mannschaft hat gewonnen. Wie der Kommentator schon gesagt hat, Kehl ist im Gegensatz zu Frings zu defensiv und das hat man dem Spiel der deutschen Mannschaft auch angemerkt.

  • [P]

    portishead_logoGerade läuft bei mir die Dummy von Portishead und da komme ich doch nicht auf die Idee, mal auf die Webseite zu schauen. Und dort finde ich heraus, dass Portishead ein Profil bei myspace.com haben und im zugehörigen Blog über die Arbeit an ihrem neuen Album schreiben. Auch zwei, wie ich sie beschreiben würde, Demos liegen dort zum Anhören bereit - leider ohne Beth' Stimme. Ich bin schon so auf den Herbst gespannt. Das Erscheinen des letztens Albums ist mittlerweile schon fast nicht mehr wahr.

    Keine Ahnung, ob MySpace auch so furchtbar im Internet Explorer aussieht, aber im Firefox ist es fast unerträglich und ich habe eine ganze Weile suchen müssen, bis ich den Feed für den Blog gefunden hab. Ein kurzer Blick in den IE zeigt - ja, auch da sieht es furchtbar aus. Liegt aber hauptsächlich dran, weil irgendwelche Kiddies es wahnsinnig witzig finden 1000 x 1000 Pixel große Bilder in ihre Nachrichten einzubinden. Wohl dem, der einen Feedreader hat...

  • Des Rätsels Lösung

    Jetzt kommt die Auflösung zum Rätsel vom Samstag abend. Dabei ist die Vorgehensweise relativ simpel. Zu Beginn benötigt man eine Tabelle in der man die Nationalitäten, Hausfarben, Haustiere, Getränke und Zigarettenmarken einträgt.

    Haus 1 Haus 2 Haus 3 Haus 4 Haus 5
    Nationalität Brite
    Schwede
    Däne
    Norweger
    Deutscher
    Brite
    Schwede
    Däne
    Norweger
    Deutscher
    Brite
    Schwede
    Däne
    Norweger
    Deutscher
    Brite
    Schwede
    Däne
    Norweger
    Deutscher
    Brite
    Schwede
    Däne
    Norweger
    Deutscher
    Farbe rot
    grün
    weiß
    gelb
    blau
    rot
    grün
    weiß
    gelb
    blau
    rot
    grün
    weiß
    gelb
    blau
    rot
    grün
    weiß
    gelb
    blau
    rot
    grün
    weiß
    gelb
    blau
    Getränk Tee
    Milch
    Bier
    Kaffee
    Wasser
    Tee
    Milch
    Bier
    Kaffee
    Wasser
    Tee
    Milch
    Bier
    Kaffee
    Wasser
    Tee
    Milch
    Bier
    Kaffee
    Wasser
    Tee
    Milch
    Bier
    Kaffee
    Wasser
    Haustier Hund
    Vogel
    Katze
    Pferd
    Fisch
    Hund
    Vogel
    Katze
    Pferd
    Fisch
    Hund
    Vogel
    Katze
    Pferd
    Fisch
    Hund
    Vogel
    Katze
    Pferd
    Fisch
    Hund
    Vogel
    Katze
    Pferd
    Fisch
    Zigarette Pall Mall
    Dunhill
    Marlboro
    Winfield
    Rothmans
    Pall Mall
    Dunhill
    Marlboro
    Winfield
    Rothmans
    Pall Mall
    Dunhill
    Marlboro
    Winfield
    Rothmans
    Pall Mall
    Dunhill
    Marlboro
    Winfield
    Rothmans
    Pall Mall
    Dunhill
    Marlboro
    Winfield
    Rothmans

    => Lies mehr!

  • Murphy schlägt zu

    heute_morgenErstmal grimmig gucken... Am Wochenende wurde mir witzelnd die Frage gestellt, wann denn mal eine neue Ausgabe von "Besser programmieren für die Welt von morgen!" erscheint. Ziemlich sicher antwortete ich darauf, dass ich doch nun mittlerweile alle Bugs beseitigt hab und es wohl keine weiteren Ausgaben geben wird. Naja klar, solange bis man das nächste Mal auf Arbeit geht - Danke, Herr Murphy.

    Kurze Schilderung des Problems: Ich muss einen Betrag aufteilen und durch interne Berechnungen und Rundungen kommt es zu einem Differenzbetrag zwischen dem aufzuteilenden Betrag und der Summe der Einzelbeträge. Und nun stolperte ich beim Durchsehen der Tests, dass statt einem Cent eine Differenz von 0 Cent ausgegeben wird. Ich schob die Schuld natürlich wieder auf die Konvertierungsroutine, denn eine fix reinprogrammierte Ausgabe zeigte mir auch einen Betrag von einem Cent an. Merkwürdigerweise konnte ich dort keinen Fehler finden. Gaukelt mir etwa der Rechner was vor? War die Differenz von einem Cent auch wirklich ein Cent? Also zog ich von dem Betrag den Wert von 0.01 ab und ließ mir das Ergebnis ausgeben. Vermutung war vollkommen korrekt, denn die 0.01 war in Wirklichkeit eine 0.009999999999998. Und damit rutschte sie in dieser Routine an der Rundung der Nachkommastellen vorbei.


    if (0.01 > value && -0.01 < value);
    else
    {
      value = ((0.0<(value*100.0))?(value*100.0+0.5):(value*100.0-0.5))/100.0;
      // unterschiedliche Behandlung der Nachkommastellen
      if (0.0 < (value*100.0))
        nachkomma = ((long)((value-floor(value))*100.0))%100;
      else
        nachkomma = ((long)((value-ceil(value))*100.0))%100;
    }

  • Zum Sonntag abend

    Da ich von letztem Wochenende noch ein paar Möhren übrig hatte, hab ich chefkoch.de nach einem Rezept gesucht. Gleichzeitig mußte es was leichtes, dem Wetter angepasstes sein. Die Antwort hieß Möhren-Curry-Suppe. Dazu hatte ich mir am Samstag noch einen Pürierstab geholt, damit ich die Suppe machen konnte. Interessant, was für ein Preisspektrum bei solchen Stäben existiert. Von 6,99 Euro bis über 40 Euro hinaus konnte man sein Geld investieren. Ich entschied mich für ein Modell, wo man den Stab zum Spülen abmachen kann, was ungefähr in der Mittelklasse liegt. Erster Test war sehr erfolgreich und so sieht das Ergebnis aus...

    moehren-curry-suppe
  • Radtour

    Angesichts des schönen Wetters und der angenehmen Temperaturen entschloss ich mich, mein Fahrrad zu schnappen und eine kleine Radtour zu unternehmen. Zuerst fuhr ich bis zur Fähre nach Pillnitz, um dann auf dem Elbradweg bis ins Stadtzentrum zu fahren. Unübersehbar ragt über dem Dresdner Elbtal der Fernsehturm, zu dessen Form die Architekten von einem Sektglas inspiriert wurden. Laut Wikipedia gehört er architektonisch zu den schönsten Fernsehtürmen. Naja...

    elbtal1elbtal2

    »Ich blickte von dem hohen Ufer herab über das herrliche Elbtal, es lag da wie ein Gemälde von Claude Lorrain unter meinen Füßen – es schien mir wie eine Landschaft auf einem Teppich gestickt, grüne Fluren, Dörfer, ein breiter Strom, der sich schnell wendet, Dresden zu küssen, und hat er es geküßt, schnell wieder flieht – und der prächtige Kranz von Bergen, der den Teppich wie eine Arabeskenborde umschließt – und der reine blaue italische Himmel, der über die ganze Gegend schwebte...«

    (Aus einem Brief des Dichters Heinrich von Kleist (1777-1811) an seine Schwester)
    elbtal3elbtal4

    Zum Abschluss ging es dann durch den Großen Garten wieder heimwärts.

  • Sonntag vormittag

    Frühstück beendet, die Waschmaschine zeigt rumpelnd blau-grünes Kino, die Rechnungen sind gezahlt und abgeheftet - Zeit endlich mal die letzten Tage Revue passieren zu lassen. Fange ich am besten mit dem Freitag nachmittag an.

    Fast hätte ich den Aufbruch in die Stadt verschlafen, also düste ich flugs in die Stadt, ließ mich im Torhaus bei der Altmarktgalerie nieder, wo ich gerade noch den letzten freien Tisch erwischte. Eine Minute später begann das Spiel und ich raufte mir ein ums andere Mal die Haare, als ich das Spiel der deutschen Mannschaft in der ersten Halbzeit sah. Von den großen Tönen, die sie von sich gaben, war nichts mehr übrig, ängstlich schubste einer den Ball zum anderen und keiner traute sich nach vorn zu gehen. Wie zur Erlösung kam dann die erste Halbzeit und die gesamte Belegschaft strömte in Grüppchen auf die Toilette. Als ich wiederkam, mußte ich sehen, dass sich eine alte Frau an meinen Tisch gesetzt hatte. Geschätztes Alter jenseits von short int, wahrscheinlich schon unsigned long. Ihr Erscheinungsbild war gepflegt, unangenehm fiel mir nur der knallige Lippenstift, die tiefliegenden Augen und der Parfümverbrauch auf. Als sie realisierte, dass sie mir im Bild saß, setzte sie sich murrend um. Da aber noch Pause war, bekam ich noch mit, wie sie sich ein Bier und einmal Putengeschnetzeltes bestellte. Zwischen meinem Eintreffen und ihrer Bestellung bekam sie einen Hustenanfall, bei dem ich dachte - gesund klingt das nicht. Richtig, ihr Körper wehrte sich schon vehement in Erwartung der nächsten Zigarette, die kurz darauf folgte. Durch ihr Umsetzen rückte sie zwar aus meinem direkten Blickfeld, aber direkt in den Sichtbereich des sich links von mir befindenden Tisches, an dem sich allerlei Jungvolk (Typ: Frisörin + Sonnenstudio) angesammelt hatte. In meiner Konzentration auf das Spiel bekam ich nur nebenbei mit, wie Satzfetzen "Uääh, ist das eklig" an mein Ohr drangen. Aus dem Augenwinkel warf ich einen Blick auf die alte Dame und sah, wie sie das Putengeschnetzelte auf die Gabel nahm, in den Mund stopfte und die Hälfte dabei wieder auf dem Teller landete. Nun ja, für sein Alter kann man nichts und außerdem war ja noch das Spiel, weswegen ich eigentlich da war.

    Und da fiel auch schon das erste Tor für Argentinien. Enttäuscht ließ ich meine Hand auf den Tisch "fallen" und die alte Dame schreckte hoch und mußte lachen, was dann sofort wieder in einem Hustenanfall endete. Eine halbe Stunde hockten die Schaulustigen angespannt vor der Leinwand und sahen zu, wie die deutsche Mannschaft wieder zum Spiel fand und dann endlich den Ausgleichstreffer erzielten. Jetzt war wieder alles offen und das Spiel war spannend und auch viel schöner anzusehen, wie in der ersten Halbzeit. Nach der zweiten Halbzeit kam das große Aufatmen, wir hatten es in die Verlängerung geschafft und bei der Stärke beider Mannschaften lag das Elfmeterschießen auf der Hand. Die meisten hatten schon nach Abschluss der Verlängerung die Rechnung kommen lassen und auch die alte Dame hatte im Verlauf der zweiten Halbzeit das Restaurant verlassen. Jubelnd wurde jeder Treffer und jeder von Lehmann gehaltene Schuß begrüßt. Keine fünf Minuten nachdem das Spiel beendet war, wirkte die Gaststätte wie leergefegt, nur ich trank noch in Ruhe aus und warf einen Blick ins Programm der "Langen Nacht der Wissenschaft".

    Als ich dann ins Freie trat, wurde ich auf den Straßen von einem Meer von Autos, mehr Hupe und Flagge als Auto, begrüßt. Auch die Prager Straße war gefüllt von Leuten, die ihrer Freude freien Lauf ließen. So kam ich dann kurz nach 20 Uhr an der HTW an und machte mich schnell auf den Weg in den Hörsaal mit dem Vortrag zu "Licht und Farbe", gehalten von Prof. Christoph und bei den Experimenten unterstützt von seinem Assistenten Herrn Heisig. Schon damals zu meiner Studienzeit ein legendäres Team und so auch jetzt. Der Vortrag bestand hauptsächlich aus Experimenten, durch die Prof. Christoph erklärend führte. Und natürlich überzog er die gesetzte Zielzeit von 21:00 Uhr gnadenlos. Als ein Beitrag des Vortrags wegen technischer Probleme gestrichen werden mußte, verließ ich 21:30 Uhr den Hörsaal. Draußen waren einige Beispiele Farbe und Design aufgebaut, die sich auf den zweiten Blick durch die Bank weg als 3D-Nachbauten von Vasarely-Grafiken herausstellten.

    Weiter ging es zu den Schautafeln und Experimenten zum selber nachvollziehen. Ich fand die Darstellungen zum Thema Farbe hochinteressant und wer meinen Blog regelmäßig liest, wird feststellen, dass neben Musik doch sehr häufig physikalische Themen auf der Tagesordnung sind. Nicht zuletzt deswegen habe ich in letzter Zeit darüber nachgedacht, auf diesem Gebiet meinem Wissensstand ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Und als ich gerade so stand und interessiert die Lösung zu meinem "Licht gesehen"-Problem anstarrte, wurde ich angesprochen, ob alles klar ist und ich Fragen hätte. Ich legte kurz mein Problem dar und erklärte fix anhand der Grafik, wie ich mir vorstelle, dass Farben entstehen. Meine Theorie wurde mit einem "Wow, ich wünschte unser Prof hätte das uns so einfach erklärt" bestätigt. Schön, wenn ich helfen konnte ;) Und dann kam der Hammer - ich wurde gefragt, ob ich schon mal über ein Fernstudium der Physik nachgedacht hätte. Verwirrt, weil mir das neu gewesen wäre, fragte ich nach, ob das an der HTW möglich wäre. Natürlich, lautete die Antwort. Später schnappte ich mir dann noch einen Physikprofessor, der das ganze widerlegte und meinte, es gäbe zwar Physikunterricht, aber kein Physikstudium an der HTW.

    Danach schlenderte ich noch ein bißchen durch die HTW, warf einen Blick auf die Plakate der Diplomarbeiten, so wirklich umwerfendes war nicht dabei. Gut zu sehen, dass die gesamte Hochschule jetzt rauchfrei war, ich erinnere mich daran, wie wir uns in den Pausen durch die dichten Nebelwände der verrauchten Treppenaufgänge kämpfen mußten. Trotzdem war der Geruch in den Gängen des Seminargebäudes noch der gleiche. Kurz nach 22 Uhr verließ ich dann das Gebäude, um zur Bergstraße zu laufen. Dort angekommen, mußte ich feststellen, dass alle Vorträge, die ich mir noch anhören wollte, schon längst vorbei waren und eine schwülwarme Luft in den Gängen lag. Also setzte ich mich ins Audimax und sah mir die letzten Minuten des Spiels Italien - Ukraine an, die mir klar machte, das die Führung von Italien nicht von ungefähr kam. Allein Shevchenko gab eine gute Vorstellung, wie er mit einer Drehung ohne großes Gerangel zwei italienische Verteidiger stehen ließ. Nach dem Spiel lief dann noch ein Vortrag, in den sich gerade mal fünf oder sechs Leute setzten. Es war noch ein Vortrag vom Forschungszentrum Rossendorf, dass sich mit der zerstörungsfreien Untersuchung von Kunstwerken beschäftigte. Mit Hilfe eines Ionenstrahls werden dort die Maltechniken, sowie die eingesetzten Farbmischungen von Hinterglasgemälden untersucht. Ein willkommener Ausklang des Abends.

    Gestern abend war ich dann auf einer Geburtstagsfeier, die von meiner Seite mit einigen Pannen begann. Als ich zuhause das Geschenk verpacken wollte, stellte ich fest, dass ich es wohl beim Einkauf bei einer kleinen Pause liegengelassen haben muss und auch nicht wiederfinden konnte. Peinlich :oops: Also bin ich schnell nochmal losgedüst und habe es im zweiten Anlauf sicher nach Hause transportiert. Das Geschenk verpackt, nochmal schnell unter die Dusche gesprungen und schon ging es los. Ich kam gerade rechtzeitig, um das Elfmeterschießen zwischen Portugal und England zu sehen. Gut, denn mein Favorit Portugal gewann. Umfangreiches Büffet und auf dem Balkon Gegrilltes inklusive. Auch die Erdbeerbowle war sehr lecker und wie ich später erfuhr, wurden die Früchtchen einen Tag lang vorher in hochprozentigem eingelegt. Schnell ging der Abend vorbei und als sich die ersten auf den Weg machten, bekam ich mit, dass es schon nach Mitternacht war. Und ich freue mich schon auf das erste Augustwochenende, wenn es zur Kulturinsel Einsiedel geht.

  • Kopfnuss

    Einstein hat dieses Rätsel im 19. Jahrhundert verfasst. Er behauptete, 98% der Weltbevölkerung seien nicht in der Lage, es zu lösen. Und da ich solche Rätsel mag, war es relativ einfach, diese Nuss zu knacken.

    Die Regeln:

    1. Es gibt 5 Häuser mit je einer anderen Farbe.
    2. In jedem Haus wohnt eine Person anderer Nationalität.
    3. Jeder Hausbewohner bevorzugt ein bestimmtes Getränk, raucht eine bestimmte Zigarettenmarke und hält ein bestimmtes Haustier.
    4. Keine der 5 Personen trinkt das gleiche Getränk, raucht die gleichen Zigaretten oder hält das gleiche Tier wie sein Nachbar.

    Frage: Wem gehört der Fisch?

    Hinweise:

    • Der Brite lebt im roten Haus.
    • Der Schwede hält einen Hund.
    • Der Däne trinkt gern Tee.
    • Das grüne Haus steht links vom weißen Haus.
    • Der Besitzer des grünen Hauses trinkt Kaffee.
    • Die Person, die Pall Mall raucht, hält einen Vogel.
    • Der Mann, der im mittleren Haus wohnt, trinkt Milch.
    • Der Besitzer des gelben Hauses raucht Dunhill.
    • Der Norweger wohnt im 1. Haus.
    • Der Marlboro-Raucher wohnt neben dem, der eine Katze hält.
    • Der Mann, der ein Pferd hält, wohnt neben dem, der Dunhill raucht.
    • Der Winfield-Raucher trinkt gern Bier.
    • Der Norweger wohnt neben dem blauen Haus.
    • Der Deutsche raucht Rothmans.
    • Der Marlboro-Raucher hat einen Nachbarn, der Wasser trinkt.

    Die Auflösung des Rätsels gibt es Anfang nächster Woche. Wer es nicht abwarten kann, darf mir gern eine PN oder eine Mail schicken.

  • Na sowas

    In relativ kurzer Abfolge mal wieder ein kleines Update...

    • Anfang der Woche hatte es Dienstag abend ein heftiges Gewitter gegeben. Gestern, als ich zum Sport ging, fuhr ich mit dem Aufzug in den Keller und wunderte mich über den muffigen Geruch. Ein Blick auf den Fußboden erklärte alles: notdürftig aufgewischt mit Schlammresten. Offensichtlich hatte der Regen nicht an der Türe halt gemacht und sich tatkräftig in den Keller fortbewegt.
    • Als ich dann vom Sport wiederkam, galt mein Interesse der nun lang und breit angekündigten Sendung auf coloRadio. Das freie Radio für Dresden sendet jeden Donnerstag von 20 bis 24 Uhr auf den Frequenzen von energy Sachen. Ich kam nicht zu spät und schaltete schon mal vorab ein. Was tat sich da auf den Frequenzen - nichts. Stille. In dem Moment wurde mir klar, dass ich ja Rundfunk über Kabel bekomme und damit schlecht ein terrestrisches Radio empfangen kann. Also zog ich das Antennenkabel ab, peinlicherweise zuerst an der falschen Seite. Andere Radiosender konnte ich ohne Probleme empfangen, nur auf 100.2MHz - Stille. Also nicht einmal rauschen, sondern schlichtweg Ruhe. Also bin ich auf die Webseite von coloRadio gegangen. Ah, sieh an - ein Link zum Livestream. Schön, aber "File not found" klingt irgendwie doof. Der Icecast-Server über den die Sendung laufen sollte, bot noch zwei andere Livestreams an, aber nicht den ich suchte. In so einem Moment hilft nur bewußte Ignoranz. Ich hätte mich natürlich mal zum Auto begeben können und dort einen Versuch starten, ob ich die Sendung da empfange. Aber das wäre ja doch zu depremierend gewesen, herauszufinden, dass die Sendung läuft und man keine Chance hat, sie aufzunehmen. Also werde ich mal die nächsten Tage abwarten und immer mal auf der Webseite vorbeischauen, ob die Sendung entweder zum Download angeboten oder auf Kassette versandt wird.
    • elfmeterHeute ist es mal wieder soweit. Die deutsche Mannschaft gibt sich selbstsicher und es werden erste Worte laut, dass der Weltmeistertitel möglich ist. Ich bin nur ungern derjenige, der die Stimmung vermiesen will, aber von den 12 Spielen gegen Argentinien bei haben wir 7 verloren (lt. MDR Info heute morgen). Wirft man mal einen Blick auf die erfolgreichsten Nationen bei der Fußball-WM, sieht man auf einen Blick: Unser "bester" Gegner ist auf Rang 11 platziert und die deutsche Mannschaft bekommt es heute mit den Inhabern von Platz 4 zu tun. Nicht dass ich unserer Mannschaft den Sieg abspenstig machen will, nein ganz im Gegenteil, ich wünsche ihnen den sogar. Nur bis zu Vorfreude auf eine reale Chance zum Weltmeistertitel liegen noch zwei Spiele. Also hoffe ich, dass niemand die Worte von Paul Breitner in den Mund nehmen muss: Da kam das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief's ganz flüssig. Außerdem wäre eine Verlängerung ungünstig, schließlich ist in Dresden die "Lange Nacht der Wissenschaft", deren Beginn bei manchen Veranstaltungen wegen dem Fußballspiel kurzfristig extra noch nach hinten verschoben wurde. Das tangiert meinen Zeitplan aber überhaupt nicht, schließlich schau ich mir auch zuerst das Spiel an und wechsle dann zu Wissenschaft und Forschung.
    • Gleich noch ein kleiner Nachtrag zum Thema Fußball und Wissenschaft - Deutschlands kleinstes Fußballfeld ist 500 x 380 Nanometer groß und wurde von Stefan Trellenkamp an der TU in Kaiserslautern geschaffen. Quelle [Spiegel]
      nano-fussball
  • Schick!

    Ich machte mich vorhin ein bißchen auf den Weg durch das Internet, stöberte ein bißchen hier und ein bißchen da. Und was entdeckte ich? Das da. Da muss man nur mit der Mouse drüber fahren und schon gibt es Hilfe, was sich dahinter verbirgt. Mußte natürlich sofort in meinen Blog integriert werden und eine kleine Anpassung am Stylesheet, damit der Mauszeiger auch anständig wie ein Fragezeichen aussieht.

    Wie das mit den kleinen Tooltips funktioniert? Bitte sehr:


    <acronym title="Ich bin ein kleiner lustiger Text.">Wer bist du?</acronym>

    Und so sieht das dann fertig aus: Wer bist du?

    Böse wird es nur, wenn versucht einen Smiley in dem Tooltip unterzubringen, dann kommt das HTML aus dem Tritt und es funktioniert garnicht. Ich weiß, es ist ein fieser Trick, aber die Tooltips kommen ja auch nur durch das Attribut title zustande. Aber ich finde es eine nette Möglichkeit, kleine Hilfen in den Text zu integrieren, auch wenn es sich nicht um Akronyme handelt.

  • Wieder in Kürze

    Macht sich eigentlich ganz gut, wenn man sich aller 2-3 Tage die Zeit nimmt, konzentriert die Neuigkeiten in einen Beitrag zu komprimieren.

    • plattenlieferungLetztens habe ich ja die Wiederveröffentlichungen alter R&S Scheiben gefunden. Heute trafen dann die ersten Exemplare bei mir ein. Hätte ich nicht gedacht, dass die Lieferung so schnell eintrifft. Natürlich fehlen noch zwei Stück (die Jam & Spoon und die Jaydee) und dann habe ich alle gewünschten da. Natürlich mußte ich gleich erstmal alle komplett durchhören. Ich kenne die Werke ja größtenteils von CD und muß schon gestehen, dass da qualitative Unterschiede bzw. auch Unterschiede in den Versionen sind. Aufgefallen ist es mir bei der µ-ziq. Die Tracks, die auf der Scheibe drauf sind, wurde ja später noch mal auf der "Tango 'n vectif" veröffentlicht und klingen geringfügig anders, als auf der Platte.

      Was ich auch lange Zeit nicht wußte, war dass R&S für die Gründer des Labels (Renaat & Sabine) steht. Wer sich jetzt über diesen eigenwilligen Namen wundert - This music was made in Belgium!

    • Morgen ist besagter Donnerstag, wo auf coloRadio die Sendung über die Alarm Will Sound performs Aphex Twin laufen soll. Nachdem ich meine Ideen fix zusammengeschrieben hatte und an die Redakeurin schickte, erhielt ich keinerlei Rückmeldung. Selbst auf wiederholte Nachfrage kam keine Reaktion. Von daher finde ich es ziemlich schade, bin aber trotzdem mal gespannt, wie sie sich die Sendung vorgestellt hat.
    • Mein Rechner war heute der Meinung in Streik zu treten. Kündigt man sowas nicht vorher an? Grund seiner Streiks: der USB-Anschluss meines Handys. Nachdem ich das Bild von den Platten gemacht habe, schloss ich das Handy an den Rechner an und schob die Bilder rüber. Problematisch wird nur das Trennen vom Rechner - Please select mode of death! Quick and painless or slow and horrible? Er entschied sich für die letztere Version. Mit einem Fehler in der Explorer.exe verabschiedete er sich, hielt noch ein wenig durch, bis er auf garnichts mehr reagierte. Nach einem Neustart war ich heilfroh und meldete mich wieder bei ICQ an, tippte ein paar Sätze und plötzlich waren alle Leute offline. Frechheit, was erlaubten die sich! Ach so - ich war offline. Wer ICQ schon länger einsetzt, weiß dass das ab und zu vorkommt, also startete ich ICQ neu, aber nichts tat sich. Also wollte ich losbrowsen - doch auch da sprang nicht der Funke zum Internet über. Wohl ein Leitungsfehler, der aber erstaunlich schnell behoben wurde, denn da bin ich wieder.
  • Alle Schafe fliegen... hoch!

    sheepWerbegag hin oder her, im südafrikanischen Smithfield wird für ein Dorffest ein großes Katapult aufgebaut. Sinn und Zweck dieser Konstruktion ist es, lebende Schafe ca. 50 Meter durch die Luft zu befördern und dann in einem Wasserbecken landen zu lassen. Tierschützer sind empört, aber der Veranstalter gibt an einen "Rettet die Schafe"-Eimer aufzustellen. Wird das Preisgeld gespendet, fliegen die Schafe nicht durch die Luft.

    Irgendwie erinnert mich das an ein uraltes Computerspiel, dass sich Sheep nannte. Dort hatte man drei Typen von Schafen (Knuddelschafe, Rockerschafe und Nerd-Schafe). Diese mußte man über einen Pacour treiben, möglichst ohne Verlust. Unter anderem gab es dort auch Flüsse an dessen Ufern Sprungfedern installiert waren, mit denen man die Schafe über das Wasser katapultieren konnte. Ist das jetzt ein Nachahmungsversuch, ein Versuch die landwirtschaftliche Misere zu lösen oder der endgültige Beweis, dass Computerspiele die Gewaltbereitschaft erhöhen?

    Quelle: [GMX]

  • Die Welt zu Gast in 'schlaaaand

    Heute morgen via Mercedes Bunz gefunden - Die FAZ hat sich die Mühe gemacht die Blogs aller Welt zu durchsuchen und Stimmen zur WM einzufangen.

    Ein Mexikaner findet es merkwürdig vormittags in einen leeren Friseursalon zu kommen und dann erst einen Termin für Nachmittag zu bekommen. Cut & Go empfiehlt er nur für den äußersten Notfall. Ein Engländer bewundert unsere Pfandpflicht für Dosen und Flaschen und stellt fest, das damit die Obdachlosen die Straßen vom Müll bereinigen. Natürlich meldet sich eine Amerikanerin zu Wort, die sich über die winzigen Lebelmittelmärkte wundert und erstmal mit den Regeln beim Öffnen einer neuen Kasse vertraut gemacht wird ("Renne!"). Selbst in deutschen Fahrschulen werden VW Golfs, Audis und BMWs gefahren, staunt ein Argentinier. Was sich dort nur sehr reiche Leute leisten können, trifft hier auf die Jugendlichen zu. Und Essgewohnheiten haben die Deutschen... die Grillen vorgewürztes Fleisch sowie Würste und kippen dann auch noch Senf, Ketschup oder sonstige Soßen drüber.

    Nachdem sie sich den Bauch vollgeschlagen haben, kommt das Saufen. Sie trinken hier viel, und eine gängige Praxis beim Grillen ist es, ein Bier und einen „Schnapse“ zu trinken. Eigentlich eignet sich jede Art von destilliertem Getränk, um dem Bier noch einen Schwung zu versetzen und damit es richtig schnell in den Kopf steigt.

    So sieht man das als Brasilianer. Wiederum ein Mexikaner wundert sich über den Spruch "Danke, dass sie mit der Deutschen Bahn gefahren sind!" Na mit was denn sonst?

    Am beeindruckensten fand ich ein Statement von Australiern:

    We will probably also go to Berlin if Germany makes the final. They won their final group match yesterday and again the people of Tübingen went crazy, taking to the streets. This to an Australia may not seem like such a big deal, but in Germany it is a big deal. So many Germans have commented that they have never before seen so many fellow countrymen carrying German flags or having the German colours painted on their face. In Australia we call this Patriotism, here they call it Nationalism. In Germany 'Nationalism' is a dirty word because under the leader ship of a guy about 60 years ago it got the whole nation is to a whole lot of trouble, and the legacy of this remains ingrained into the country's culture. Even today only one day after a crushing 3-0 soccer victory over Ecuador, most flags will be put away, most people won't be wearing Deutchland T-shirts and certainly only a few will have face paint on. Perhaps this tournament could provide the turning point which allows Germans to separate National Pride from the sins of the past.

    Danke nach Australien - vielleicht sollte euch noch jemand sagen, dass es heute noch Deutsche gibt, die den Typen von vor 60 Jahren anhimmeln und das ganze Nationalismus nennen und dass es deswegen auch jetzt noch ein Schimpfwort ist, weil man gleich bei dem Wort "Nationalstolz" in die selbe Schublade mit den anderen Typen gesteckt wird. Aber ansonsten gebe ich den Aussies Recht.

  • Schön blöd

    Ich sitze heute nachmittag vorm Rechner, als es mal wieder passierte... Diesmal in den Rollen: I(ch) und mein T(elefon).

    *klingeling*
    I *verwundert*: Ja, Hallo?!
    T: Schönen Guten Tag, mein Name ist Max Getösebrötchen *wie auch immer der hieß* und ich rufe im Auftrag von Onlineprovider an.
    I *na Klasse, heute mal wieder zum Thema: Wir haben supermegabillige Tarife für Sie*
    T: Darf ich Sie fragen: Haben Sie einen Internetanschluss?
    I *muss fast lachen, bis mir einfällt, dass es Leute ohne Netzanschluss geben soll*: Ja.
    T: Benutzen Sie einen Tarif von Onlineprovider?
    I *dämlich wie ich bin*: Ja.
    T: Vielen Dank, dann haben sich ja alle Fragen erledigt, ich wünsche Ihnen ein schönes Pfingsten!

    Gut, das Ende war schnell herbeigeführt, aber ich halt hier im Blog Vorträge zum Thema Überwachung etc. und plaudere einfach aus, bei welchem Onlineprovider ich bin :crazy: Zeit, meinen neuen Mitbewohner zu quälen - Jemand im Latexkostüm...

    => Lies mehr!

  • Wir Erschaffen Buzzwords 2.0

    Das Web verändert sich - permanent. Nur damit man es der breiten Massen schmackhaft machen kann, dass sich etwas signifikant verändert, obwohl das Internet sich ständig weiterentwickelt, braucht man ein Schlagwort. Wo man früher Mixe aus dem Netz gesaugt hatte und es jede Menge Homepages gab, regieren heute Podcasts und Blogs. Und das Ganze firmiert unter dem Begriff Web 2.0 .

    Auch dass die Zahl der Menschen, welche ins Netz gehen, immer weiter ansteigt und damit mehr Portale entstehen, auf denen Informationen, Bilder etc. ausgetauscht werden, gehört zum schönen neuen Web. Aber das hatten wir ja schon mal: Aus Raider wird jetzt Twix, sonst ändert sich nix! Denn das Web hat sich ja nicht verändert, sondern mit der Veränderung des Querschnitts der Leute, die ins Netz gehen, verändern sich auch die Anforderungen. Das ist auch kein Prozess, der von heute auf morgen geschehen ist, sondern ganz allmählich. Also eine Versionierung des Web von 1.0 auf 2.0 erscheint mir diesbezüglich unlogisch.

    Was natürlich absehbar war: Bei einer Konferenz des O'Reilly-Verlages wurde das erste Mal der Begriff des Web 2.0 geprägt. Damit sind sie die Urheber des Begriffs "Web 2.0" und schon beginnt der Streit um die Nutzung bzw. wer darf in welchem Zusammenhang über Web 2.0 sprechen oder vielleicht sogar noch eine Konferenz austragen darf, die "Web 2.0" im Titel trägt.

  • Jetzt neu

    Seit heute können Pro- und Gründungsmitglieder HTML-Code in die Seitenleisten einfügen. Ich habe das vorhin schon mal ausprobiert und eine Verlinkung zu Weatherpixie gelegt. Wird aber nur vorübergehend sein, ich tendiere eher dazu, ein paar grafische Buttons einzufügen.

    stampUnd dann die Überraschung als ich zuhause ankam - Post aus Neuseeland? Noch merkwürdiger war, dass der Absender aus Miami stammt. Aber ab dem Moment war mir der Inhalt klar - Meine Alarm will Sound (plays the Aphex Twin) - Acoustica war da. Merkwürdige Wege geht die Post...

    Und dann lag noch ein Zettel im Briefkasten, dass ich eine Sendung bei einem Nachbarn abholen kann. Nur bin ich die ganze Zeit am rätseln, was das sein kann. Derzeit ist noch mein Buch über Farben offen, aber da habe ich bis dato noch keine Bestätigung bekommen, dass das Buch versandt wurde. Also lass ich mich mal überraschen.

    physikerEin Kollege berichtete letztens, dass er im Theater zu Dürrenmatts "Die Physiker" war. Er schwärmte von der guten Umsetzung und auch, dass es mal ein richtig gutes Bühnenbild gegeben hat. Ein Blick in den Spielplan rief zu schnellem Handeln auf - das Stück wird nur noch Ende nächster und Anfang übernächster Woche gespielt. Also einigten wir uns auf Freitag. Auch die Bilder, die man auf den Seiten der Dresdner Schauspielhauses findet, lassen auf ein interessantes Stück und eine dazu passende Inszenierung hoffen. Ich kenne das Stück nicht vom Inhalt her, weiß aber das es Anfang der 60er Jahre uraufgeführt wurde und als Folge der Entdeckung der Kernspaltung und deren militärischer Nutzung sich Dürrenmatt mit der Wissenschaft und der Verantwortung der Wissenschaftler auseinandersetzt.

    Ich rief also heute vormittag an, bekam noch Karten mit verhältnismäßig guter Lage und holte sie heute nachmittag ab. Und ich bin gespannt...

    Nachtrag: Das unbekannte Paket, das mich heute erreicht hat, war... richtig... das Buch über die Farben. Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, was das für Wälzer ist. Fix habe ich natürlich die Seiten aufgeschlagen, die mich interessieren. Auf den ersten Blick sieht es aus, als wenn ich dort die Antworten auf meine Fragen finde. Dann habe ich noch ein wenig weiter in dem Buch herumgeblättert, sehr schön gestaltet und gut verständlich geschrieben. Also das ideale Nachschlagewerk, wenn es um Farben geht.

  • Arbeitsvorbereitung

    Mein PHP-Problem stellte sich als doch sehr simpel heraus, es handelte sich nur um eine Konfigurationseinstellung, dass eine Session automatisch mit der Browseranfrage generiert wird (siehe Screenshot). Fraglich nur, warum ich dann die Session nicht manuell mit session_start() starten konnte. Nachdem ich dieses Problem nun behoben habe, kann ich jetzt einen Entwurf für die Realisierung machen, denn probiert habe ich genug, die Basisfunktionen sind ja bereits implementiert.

    screenshot_php

    Ich weiß garnicht, wie lange ich mich jetzt schon mit der Auftragsverwaltung herumschlage, in der Zeit hätte ich mir schon längst eine bessere, freie Version aus dem Netz suchen können. Aber hier geht es um das Erweitern des Horizonts. Und PHP war bis dato ja quasi noch ein Fremdwort für mich. Jetzt bin ich schon ein wenig vertrauter mit PHP, mußte ich doch erst ein wenig umdenken, da ich durch Arbeit ein anderes Denken im Bezug auf Webseiten gewöhnt war.

    Nachdem ich das Problem der Konfiguration gelöst hatte, war wieder Probierstunde in meiner Küche angesagt. Ich hatte das Rezept auf einem Kochblog gefunden, für lecker befunden und mir die Zutaten geholt und schon konnte es losgehen. Da dem Rezept ein Name fehlt, nenne ich es mal Scharfes Kokoshähnchen.

    scharfes_kokoshuehnchen

    • 2 Paprika (rot und grün)
    • 1 Dose Kokosmilch (400ml)
    • Kokosflocken
    • 1 Dose Ananas in Stücken (Abtropfgewicht 350g)
    • 400g Hähnchenbrustfilet
    • 2 cm frischen Ingwer
    • 6 getrocknete Chilischoten
    • 3-4 EL Mangochutney, scharf
    • Öl, Salz, Rosenpaprik (scharf)
    • 200g Basmatireis

    Ich finde die Angaben für Ingwer immer etwas schwierig, weil es sich um ein schmales oder breites Stück handeln kann, ich habe mich für ein Stück in der Größe einer Walnuss entschieden. Das habe ich geschält und dann ganz fein gehackt. Dem folgten Paprika, der auch in Stück geschnitten wurde, sowie das Hähnchenfilet, das ich auch mundgerecht zurecht gestückelt habe.

    Bei den Chilischoten habe ich mich für frische Schoten entschieden und diese in kleine Stücke zerteilt. Wer es nicht ganz so scharf mag, kann die Kerne entfernen. Da der Reis am längsten in der Zubereitung braucht, kann der in zwischen gekocht werden. Dann erhitzt man eine Pfanne röstet die Kokosflocken an und stellt sie beseite. Mit etwas Öl brät man nun das Hähnchen bis es schön braun ist und stellt die Stücken dann warm.

    Als nächstes wird der Paprika zusammen mit dem Ingwer und den Chilis angebraten, später gibt man noch die Ananas hinzu und löscht mit etwas Ananassaft ab. Etwas Salz und Rosenpaprika hinzu und das Mangochutney unterrühren. Abschließend wird die Kokosmilch dazugegossen, etwas eingekocht und dann das Hähnchen sowie die Kokosflocken wieder dazugegeben.

    In der Zwischenzeit ist der Reis ja auch langsam soweit und dann kann man servieren. Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!

  • Unfallzeuge

    So, nachdem dieser Sonntag einige Startschwierigkeiten hatte (Faulheit, unmotiviert, halbwegs schönes Wetter draußen), hab ich mich zusammengerissen und mich durch die Berge von Wäsche, die auf diversen Wäschenleinen heraumhingen, gekämpft und alles verstaut. Ähnlich ging es herumliegenden Rechnungen und CDs. Offen ist jetzt noch ein Schreiben, dass ich verfassen soll.

    Als ich mich gestern auf dem Weg zu einer Geburtsfeier befand, fuhr ich auf einer vierspurigen oder wie es auch gern genannt wird - vierstreifigen Straße mit Richtung Stadtzentrum. Das Verkehrsaufkommen war für Sonnabend Nachmittag doch sehr ruhig, das regnerische Wetter zog halt die Leute nicht in die Stadt. In sicherem Abstand vor mir fuhren jeweils auf der linken und auf der rechten Spur zwei Wagen fast parallel nebeneinander her. Auf einmal machte sich das Auto in der linken Spur Anstalten vor mir einzuscheren und damit in die rechte Spur zu wechseln. Merkwürdigerweise sehr ruhig, aber ohne zu blinken. Ich wollte schon hupen, denn er drohte sehr dicht hinter dem Fahrzeug einzuscheren und da passierte es auch schon. Er war nicht nur sehr dicht hinter dem Fahrzeug, sondern direkt in den hinteren Kotflügel gefahren.

    Da alles geschah kurz vor einer Ampel, die dann auch noch direkt auf rot wechselte. Ich fuhr rechts ran, um mich als Zeuge anzubieten. Das erwies sich als durchaus gute Idee, denn der Herr aus dem Fahrzeug, dass den Wagen vor mir rammte, war der Meinung, er wäre in der Mitte der Straße gefahren und das Auto vor mir wäre in seine Spur gewechselt. Bei allem Respekt älteren Leute gegenüber bin ich trotzdem der Meinung, dass ab einem bestimmten Alter regelmäßig Fahrtests durchgeführt werden sollten, um die Fahrtauglichkeit nachzuweisen.

    Nachdem ich Name und Telefonnummer hinterlassen habe, bin ich weitergefahren und kam dann bei der Feier an, bei der dann trotz strömenden Regens unter einem Sonnenschirm gegrillt wurde - tränende Augen wegen des sich aufstauenden Rauches inklusive. Wer noch eine Geschenkidee für Freunde von Gesellschaftsspielen sucht:

    Schiffeversenken auf 2 Tassen inklusive der Kreide - Ideal für lange Bürotage ;)

    schiffe_versenken

    Also werde ich jetzt mal den Zeugenbericht schreiben, damit ich ihn morgen hinfaxen kann. Und nebenbei lauert noch der Abwasch und ein ekliges PHP-Problem. Aber alles der Reihe nach...

  • Musik, die zweite

    Nachdem ich zum wiederholten Male in die PeterLicht reingehört habe, kam die Kurzschlussreaktion - ich düste in den nahegelegenen CD-Laden meines Vertrauens. Die PeterLicht war schnell gefunden, doch da war noch die neue Boards of Canada. Nachdem mich das letzte Album doch ein wenig ob des Einsatzes einer Gitarre enttäuscht hat, versprach die neue EP die Rückkehr zu alten Werten.

    boc_trans_canada_highway

    Erste Untersuchungen des Techno / Dance-Abteils waren nicht erfolgreich. Aufgrund dessen, dass das Album das letzte Mal bei Heavy Metal / Independant zu finden war, suchte ich auch dort - Fehlanzeige. Nachfragen beim Personal führten mich zu Stand der Maxis, der auch keine Ergebnisse für mich übrig hatte. Mein wiederholtes Anfragen schickte zwei Mitarbeiter in die Spur, die dann doch unter Heavy Metal / Independant fündig würde. Wohl aber nicht unter B sondern wohl eher unter C wie Canada, Boards of.

    Als ich gestern die Werke von Stockfinster diskutierte, stellte ich eine gewisse Ähnlichkeit zu Boards of Canada fest und deshalb schuf ich zwei neue Wörter...

    bo|cig (Adj.) Ein Track klingt ähnlich zu dem, was Boards of Canada (BoC) produziert.
    ver|bo|cen (Verb) Tracks produzieren, die ähnlich zu dem von Boards of Canada klingen.
  • Und am Ende eines langen Abends...

    Ein gut gekleideter Mann steht auf einem Felsen und weist Richtung Meer hinaus. Da, wo das Leben entstand, wo es vor Jahrmillionen an Land gekrochen kam, um sich in einem beispiellosen Prozess namens Evolution zu dem zu entwickeln, was uns heute im Spiegel anblickt - Homo sapiens sapiens.

    peterlicht

    Dieser Mann singt Lieder, Lieder vom Ende des Kapitalismus. Aber er meint es nicht ernst, oder vielleicht doch? Texte voller kleiner bissiger Spitzen, richtig fiesen Zynismus' und Texten hart an der Grenze zum Schwachsinn, das zeichnet mittlerweile das dritte Album von PeterLicht aus. Nachdem die letzte CD mit einem Kopierschutz daherkam, hat das neue Werk offensichtlich wieder darauf verzichtet.

    Wer die Werke von PeterLicht nicht kennt, dem sei hier ein Text vom ersten Album präsentiert - Das Lied gegen die Schwerkraft.

    Die Schwerkraft ist überbewertet.
    Man braucht sie gar nicht, wie man ja wohl im Weltraum sieht.

    Und die Sonne kocht auch nur mit Wasser.
    Die soll sich nicht so aufspielen, die gelbe Sau!

    Und der Himalaja, der alte Arsch,
    Da kann ich mich drüber aufregen. Sau!

    Und der Kölner Dom
    Da kann ich mich auch drüber aufregen. So’n Hals habe ich über den!

    So’n Hals,
    So’n Hals,
    So’n Hals!

  • Himmlische Ruhe

    Heute ist für die meisten Brückentag - nicht für mich. Also setzte ich mich heute morgen in aller Ruhe in den Bus genoss dessen Leere. Gerade mal 5 Leute (mich eingeschlossen) wagten an diesem grauen Morgen die Fahrt zur Arbeit. Wo sich sonst die Leute um einen Sitzplatz drängeln herrschte freie Auswahl - Fensterplatz ohne Reservierung möglich. Nachdem ich umgestiegen war, staunte ich nicht schlecht. Obwohl an normalen Werktage immer nur ein kurzer Straßenbahnzug im Einsatz ist, schickte man heute die verlängerte Ausgabe. Wahrscheinlich damit jeder Passagier eine eigene Bankreihe für beanspruchen kann.

    Ein Blick in mein Postfach bestätigte das ruhige Gefühl dieses Morgens - Leere. Also warf ich einen Blick in den Spamordner, ja, die Spammer haben immer Zeit für eine Mail. Unter anderem brachte mich der Absender "Schoenwetter Katarina" zum Lachen - Walking on sunshine? Die Mail enthielt eines der von der De : Bug beschriebenen und auch schon im Spiegel erwähnten poetischen Spamwerke:

    Hallo Felicia,
    Martin sagt hallo :-)
    http://xxxxxx.xxxxxxxx.xxx/xxxxx
    und Erika Lewin oft freilegen Felicia bandagierend der,
    ab anstreben Blasinstrument aber in einschicken
    Felicia mir Gebäudeversicherung von Er hat den Kopf voll. Agenturgeschäft
    er/sie vermag gleich Duboislaubsänger.

    Müßig zu erraten, was sich hinter dem (von mir maskierten) Link verbirgt. Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten...

  • Licht gesehen (II)

    Gestern abend habe ich mich natürlich weiter intensiv auf die Suche nach der Lösung meines Problems begeben und schließlich wurde ich fündig. Die Antwort kostet mich zwar Geld, aber das ist es mir wert. Die Lösung steckt in diesem Buch: Farben - Natur Technik Kunst von Norbert Welsch. Das Buch scheint ein sehr umfangreiches Kompendium zum Thema Farben zu sein und also nicht nur für die Lösung meines Problems gut, sondern um auch so mal nachzuschlagen. Vielversprechend auch das Inhaltsverzeichnis:

    Kapitel 1 - Das Wesen der Farbe

    farben
    • Geschichte der Farbe
    • Farbe in Sprache, Kunst und Kultur
    • Farbpsychologie und Symbolik
    • Ordnung der Farben

    Kapitel 2 - Farben in Natur und Chemie

    • Farbigkeit und Färbeverfahren
    • Natürliche Farbstoffe
    • Farben in der Tierwelt
    • Synthetische Farbmittel

    Kapitel 3 - Farbwahrnehmung

    • Theorien des Farbensehens
    • Bau des menschlichen Sehsystems
    • Farbensehen bei Mensch und Tier

    Kapitel 4 - Farbe in Physik und Technik

    • Physik des farbigen Lichts
    • Technische Anwendungen

    Kapitel 5 - Anhang

    Wenn ich mir die Überschriften der Unterabschnitte ansehe, wie z.B. "Grauer Star - Schlimmer als Hitchcocks Vögel!" scheint das Buch mit der nötigen Prise Humor gewürzt zu sein. Wissenschaft ist schon so trocken genug! Ich habe auch eine Leseprobe des Kapitels über Physik und Farbe gefunden und deshalb bin ich der Meinung, dass ich dort meine Antwort finden werde.

  • Licht gesehen (Ib)

    Eher eine Randbemerkung zum Thema "Wie entstehen die Farben?" - Ich bin heute auf eine Seite gestoßen, auf der man seine Seite mit den Augen eines Farbenblinden anzeigen lassen kann. Wenn ich meinem alten Computerbuch aus dem ich damals die ersten Zeilen meines Fraktalprogramms abtippte, vertrauen kann, sind 8% der Männer damit gehandicapt. So würde zum Beispiel mein Blog aussehen, wenn man eine Blau-Gelb-Schwäche hat.

    blau_gelb_blind

    Was mich natürlich in dem Zusammenhang interessieren würde: Wenn jemand der eine Farbschwäche hat, die Seiten umwandelt - erscheinen sie ihm dann unverändert?

  • Don't be evil

    Vielleicht hat der eine oder andere schon mal das Firmenmotto von Google gelesen. "Don't be evil" - "Nicht böse sein" - so lautet das Credo der kalifornischen Firma. Nachdem der Konzern aber mittlerweile milliardenschwer ist und auf Wunsch eifrig im Sinne der Regierung Webseiten zensiert (man denke an China), fällt es schwer noch daran zu glauben. Und nachdem, was ich gestern hören durfte, ist "Don't be evil" ja schon fast ein Witz, denn Google verstößt massiv gegen deutsches Urheberrecht.

    Stein des Anstoßes: Es gibt bei Google die Möglichkeit für Webseiten, die nicht mehr existieren, mit einem Klick auf "Im Cache", die Seite wieder zu rekonstruieren, wie sie aussah, als der Suchroboter sie das letzte Mal besuchte.

    screenshot_urheberrecht

    Für ein schlagendes Gegenargument bin ich immer offen, aber für mich ist das doch eindeutig Vervielfältigung, die urheberrechtlich geschützt ist und ich glaube nicht, dass Google jeden einzelnen gefragt hat, ob sie die Seite speichern dürfen. Auch von einer temporären Speicherung, wie sie urheberrechtlich gestattet ist, kann keine Rede sein. Zwar habe ich die Möglichkeit mit <meta name="robots" content="noindex"> der Suchmaschine zu verbieten, meine Seite in den Index aufzunehmen, aber einen Schalter zum deaktivieren des Caches gibt es nicht.

    Was bleibt ist die Frage: Sind Seiten urheberrechtlich schützenswert im Sinne des Urheberrechts? Ich habe ein etwas älteres Dokument gefunden, was die Punkte nach denen eine Webseite schützenswert ist, betrachtet und bewertet und zu dem Schluß kommt:

    Der urheberrechtliche Schutz von Webseiten, der einzeln als Computerprogramme und Werke der bildenden Kunst sowie kollektiv als Sammelwerke und ggf. filmähnliche Werke gegeben ist, ist ein wichtiger Anwendungsfall des Immaterialgüterrechtsschutzes, dessen eigenständige Bedeutung nicht verkannt werden sollte.

  • Protogroup - Love gives strength to my soul [APL037]

    Beim Durchsehen meiner Feeds stellte ich fest, dass der Protogroup-Release veröffentlicht wurde. Sehr empfehlenswert, die Scheibe! Entspannen bei Meditative Ambient Spheres.

    apl037cover

    After exploring the Highlands with Emil Klotzsch's "Tiefe Berge" Autoplates journey continues to a city that is famous for its culture and the White Nights - St. Petersburg/Russia. Protogroup with their new release "Loves Gives Strength To My Soul" started with a classical background to make their first experiments in electronic music in 1995. Influenced by The Orb and F.S.O.L. they created their first ambient sounds in 1999 along with a spiritual awakening.

    "Love Gives Strength To My Soul" is a continuous journey through emotions and spiritual experiences of the two russian composers. It uses harmonical sounds that climb up from the deep to get digitally chopped into pieces and fall back to the floor again. Carried with these sounds are samples from operas, movies and from chinese iron balls like in "Medisphere Gift Anastasia". The titles of the tracks refer to places, intimate thoughts and are sometimes a little bit encrypted to give them a foreign finish.

    The emotional part of the album reflects all facettes that come along with love. If the listener tries to get to the bottom of the meaning of this album and ask the essential question he'll see that the tracks of this album are more like answers instead of questions. Starting from the quest for the human being down to the problem of how we sense love. If it's just an electric signal in our brain can even a computer feel love? And how can we remember these moments of love - are they are hidden behind sounds, presents or places? Rich but also open strings and the accompanying piano remind of times of loss but on the other hand of hope and happiness.

    Without a sensible interrupt the album changes from the emotional to spiritual side. The answer of the strength of the soul is hidden in the track "Power / Weakness" when it says:

    "Let become true what was wished. Let they believe. Let they laugh about their passion because what they call passion is not the spiritual energy, but the friction between the soul and the external world. But the main thing is, let them believe in themselves and let them be helpless like children because the weakness is great, and the power is insignificant. When man is born he is weak and flexible, when he dies he is strong and dry. When the tree is growing, it is tender and flexible, when it is dry and strong - it dies. The hardness and strength are the friends of death. Flexibleness and weakness are telling about the freshness of being. So what became hard will not win."

    Join Protogroup on their near 70 minutes long melodic ambient trip through emotions and feelings.

  • Der Al-Bundy-Award...

    Unter Rubrik "Awards, die keiner braucht" läuft bei mir seit heute dieser:

    Eine Aktion, die von der British Toilet Association mit dem Untertitel "The Nation's Favourite Competition" beworben wird und alljährlich die Toilette des Jahres kürt. Im PDF zur Verleihung findet man am Schluß des Dokuments die Kriterien, nach denen geprüft wird. So zum Beispiel wird geprüft, ob die Schüssel 48 cm hoch und 75 cm von der Wand absteht oder ob es eine Auswahl an Seifen gibt.

    Weiterhin werden die besten Reinigungsteam, Vor-Ort-Kräfte bzw. -teams gewählt. Seit 1987 wird dieser Preis jährlich verliehen und beschränkt sich dabei nur auf britische und irische Toiletten. Wer also noch eine gute Toilette kennt - bis zum 30.07. können Nominierungen (auch über die 24-Stunden-Award-Hotline) eingereicht werden. Leider gibt es keine Bilder der Vorjahressieger bzw. der Siegerschüsseln.

    Die spinnen - die Briten! :crazy:

  • Licht gesehen (I)

    Mittlerweile vorgestern abend habe ich mir die Frage gestellt - Wie funktioniert das mit den Farben? Also wenn ich jetzt aus dem Fenster sehe, hab ich ein paar grüne Baumwipfel vor mir. Aber wie kommt es, dass die grüne Farbe "entsteht"? Natürlich gebe ich mich nicht einfach mit der Antwort zufrieden, das Teile des Lichts absorbiert werden und andere reflektiert; ich will es genauer wissen. Das wird nicht mit einem Beitrag erledigt sein, denn eine Lösung habe ich noch nicht. Aber ein paar Grundlagen kann ich ja schon mal zusammentragen.

    LichtWas ist Licht? Bei Licht handelt es sich um elektromagnetische Strahlung. Und ab der Stelle wird es schon ein bißchen kompliziert - schon mal was von Photonen gehört? Richtig, das sind die "Lichtteilchen". (Fast) masselos fliegen sie durchs Universum, natürlich mit Lichtgeschwindigkeit. Ein Photon darf auch eine Welle sein, das besagt schon der Welle-Teilchen-Dualismus. Genau aus diesem Grund ordnen wir dem Licht eine Frequenz bzw. Wellenlänge zu. Das Photon als solches kann von der extrem langwelligen Radiostrahlung bis sehr kurzwelligen Gammastrahlung reichen, aber in den Bereich des sichtbaren Lichts fällt nur der Bereich zwischen 380 und 780 Nanometern Wellenlänge.

    Was kann Licht? Um einfach zu veranschaulichen, was Licht alles kann, brauchen wir 4 Gegenstände: die Sonne, eine Glasscheibe, ein schwarzes T-Shirt und einen Spiegel. Die Sonne strahlt das Licht aus, unter Physikern wird das als Emission bezeichnet. Halten wir die Glasscheibe zwischen uns und die Sonne, verändert sich nichts - das Licht passiert problemlos die Scheibe, das wäre die sogenannte Transmission. Halten wir das T-Shirt vor die Sonne, sehen wir die Sonne nicht mehr - das Licht wird vom T-Shirt absorbiert. Das dem so ist, läßt sich schnell nachweisen. Nach einer gewissen Zeit wird das T-Shirt auf der Seite, wo die Sonne drauf scheint warm. Wir erinnern uns an die Teilchen / Wellen des Lichts. Diese treffen jetzt auf die Atome des T-Shirts und regen sie an, stärker zu schwingen und genau das nehmen wir als Wärme war. Wenn wir den Spiegel vor die Sonne halten, spiegelnde Seite zur Sonne, sehen wir auch keine Sonne, aber der Spiegel wird auch nicht warm. Ein ganz klarer Fall von Reflektion.

    AdditiveFarbmischungUnd wie entstehen nun Farben? Werfen wir dazu einen Blick auf das Bild rechts. So funktioniert das Entstehen von Farben im Computer. Mischt man rot, grün und blau entsteht weiß. Diesen Prozess nennt man auch additive Farbsynthese. Ähnlich funktioniert es auch mit dem Licht. Dort ergeben alle Wellenlängen zusammengenommen weißes Licht. Denken wir wieder an unser Eingangsbeispiel mit den grünen Blättern der Bäume. Wie kommt also das Grün zustande - auf den Computer übertragen heißt das, die roten und blauen Anteile werden absorbiert und die grünen reflektiert. Beim Licht werden da alle Frequenzen absorbiert, nur die Wellen, die wir als grün wahrnehmen, werden reflektiert bzw. transmittiert, denn halten wir das Blatt gegen die Sonne ist es ja auch grün, d.h. ein kleiner Teil der Wellen wandert durch das Blatt hindurch. Mischfarben, wie z.B. braun entstehen dadurch, dass bestimmte Teile des Farbspektrums reflektiert werden.

    Ich hoffe, dass ich ein bißchen klarstellen konnte, worauf ich hinaus will. Wovon ist es also abhängig, dass Lichtwellen bei einem grünen Blatt reflektiert werden und die blauen (d.h. kurzwelligeren) sowie die gelben bis roten (langwelligeren) Anteile absorbiert werden.

  • Erledigt

    Nachdem ich mich heute durch die Seiten der GEMA gekämpft habe, einen Berg Bügelwäsche platt gemacht habe und auf meinem Linux-Rechner mit Hilfe von PHP-Seiten Daten aus der Datenbank gelesen und in die Datenbank geschrieben hab, kommt jetzt eine kleine Erholungspause. Erstmal gab es was leckeres zu essen...

    mahlzeit

    Jetzt folgt noch ein kleines Erholungsbad und dann ich mich um die Sauerei in der Küche kümmern, während mein Rechner schon wieder eifrig an Fraktalen rechnet...

  • ...ist nach der Show

    Das Thema Podcasts hat mich in letzter Zeit schwer beschäftigt und deswegen habe ich mich heute mal intensiver auf den Seiten der GEMA umgesehen. Schon ein paar Minuten reichten, um mich hier kopfschüttelnd vor dem Rechner sitzen zu lassen.

    Ich hatte mich mit dem Gedanken abgefunden, dass ich wohl oder übel für eine Sendung mit Titeln, die nicht frei verfügbar sind, zahlen muss. Nur unterlag ich dem Irrglauben, dass ich mit der Zahlung ein reines Gewissen haben dürfte. Falsch! Zusätzlich findet man in dem GEMA-Vertrag die Klausel, dass man trotzdem noch den Künstler oder Rechteinhaber des Werkes um Erlaubnis zur Sendung bitten muss. Nur zur Erinnerung: Die GEMA verteilt das Geld, das durch Aufführung oder Vervielfältigung eingenommen wird, an Künstler, Label und Verlage zurück. Sie stehen quasi in direktem Kontakt mit dem Urheber und es wäre aus meinem Verständnis heraus ein Leichtes für sie, direkt eine Liste zu führen, auf der steht: Senden in Podcasts erlaubt, aber nicht in Diskotheken". Vorteil für mich: Ich hätte eine Stelle, wo ich erfragen kann, was ich darf. Vorteil für Künstler, Verlage und Label: Statt mit Anfragen belästigt zu werden, füllen sie einmal ein Formular aus und geben damit eine klare Aussage, was erwünscht ist und was nicht.

    Aber die meiner Meinung nach absurdeste Regelung ist folgende: Von der GEMA vertretene Mitglieder müssen bei der Aufführung ihrer eigenen Werke GEMA-Gebühren zahlen :crazy: Angenommen ein Autor erstellt einen Podcast, in dem er aus seinem Buch liest (Ja, ja, auch bei Texten sind GEMA-Gebühren fällig), wird zur Kasse gebeten. Wieviel davon wieder in seinen Geldbeutel zurückfließt, kann ich leider nicht sagen.

    Im deutschen Urheberrecht ist ja verankert, dass das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Ableben des Rechteinhabers erlischt. Natürlich ist es auch möglich, dass bei Auftragsarbeiten das Urheberrecht an eine Firma übergeht. Nicht auszudenken, wenn die Komponisten klassischer Musik alle einen Plattenvertrag gehabt hätten und die Plattenfirmen würden heute noch existieren...

    Also in Zukunft auf dieses Zeichen achten: Creative Commons License

  • Alte Herren

    cautyEndlich habe ich mal Zeit gefunden, diesen Beitrag zu schreiben. Schauen wir uns doch mal diesen älteren Herrn hier an. Sieht ein wenig heruntergekommen aus und wenn ich ehrlich bin - würde man ihm eine Flasche Whisky in die Hand drücken, würde es dem Eindruck keinen Abbruch tun.

    Aber weit daneben. Dieser ältere Mann hat auch ein Hobby, er beschäftigt sich mit Briefmarken. Nichts außergewöhnliches möchte man meinen. Wirft man jedoch einen Blick in seine Biographie gerät man ins Staunen. Er hatte sieben Hits am Stück mit seinem Kollegen produziert, Deflation betrieben, mit Guerillamethoden Marketing betrieben und gegen die Musikindustrie gekämpft.

    Denn dieser ältere Herr ist niemand geringeres als Jimmy Cauty, der in der De-Bug #102 Rede und Antwort zur Legende KLF als auch zu seinen aktuellen Projekten steht. KLF haben Jimmy Cauty und Bill Drummond immer als imaginäre Band verstanden, d.h. es ging nie darum, was die beiden gemacht haben, sondern sie haben sich immer gefragt: Was würde die K-Foundation in so einem Fall machen? und haben es dann umgesetzt. Also wurden Samples geklaut ohne zu fragen, ein riesiger Medienhype angestiftet und letztlich auch eine Million britische Pfund verbrannt.

    Ursprünglich sollte das Geld an Künstler verteilt werden, was nicht klappte. Also wurden die Million Pfund zu einem Kunstwerk erklärt und sie versuchten sie für 500.000 Pfund zu verkaufen. Die Gallerien, denen das Geld angeboten wurde, trauten den beiden nicht und lehnten ab. Also wurde das Geld verbrannt und die Asche zu einem Ziegel gebacken, der in Bill Drummonds Haus liegt. Natürlich kann man den Ziegel kaufen, aber nur für eine Million Pfund...

    024-iRaq-1-sAber zurück zu seinen aktuellen Projekten. Denn Jimmy Cauty hat sich den Briefmarken verschrieben. Er sammelt sie aber nicht, sondern er stellt sie her. Für ein fiktives Land namens Cautese. Mit dem Erscheinen der ersten Marken gab es natürlich sofort Ärger mit der Royal Mail, die versuchten seine Idee mit Hilfe des Arguments des Copyrights zu stoppen. Letztlich ging es ihnen aber einzig und allein darum, dass sie die Marken respektlos fanden.

    Natürlich ist das Thema "Copyright" schon seit Zeiten der Justified Ancients of Mu Mu und KLF ein Thema. Auch auf seiner aktuellen Seite des Cautese National Postal Disservice äußert sich Jimmy Cauty kritisch zum Thema Urheberrecht.

    • Artists steal or borrow things from other artists and shops all the time its part of the evolution of ideas and normal practice.
    • Copyright was invented by two belgian lawyers in 1827 as a way of making some extra cash and is now an outdated concept.
    • If you see something on this website that you think belongs to you... get over it.
    • If you see something you want... feel free to take it.

    Jimmy Cauty zeigt derzeit seine Briefmarken im Berliner Aquarium. Dort werden noch bis zum 5. Juni seine Marken ausgestellt.

    Nachtrag:

    klf_the_white_roomThe_Stadium_Techno_Experience Gleich zu Beginn des Interviews stellt Jimmy Cauty die Frage nach Scooter. Laut eigenen Angaben muss er wohl Anrufe bekommen haben, wo Leute dachten, er würde hinter dem Projekt stecken. Coverplagiate (links: Original - rechts: Scooter) und auch Alben- bzw. Songtitel von Scooter wie "Back to the heavyweight jam" oder "Fuck the millenium" lassen diese Idee nicht allzu abwegig erscheinen. Offensichtlich haben sich Hans-Peter und Co. kräftig im Fundus von KLF bedient und auch das Handbuch von KLF gelesen, was natürlich auch nur ein Gag war, denn es wurde erst geschrieben, nachdem die beiden Herren so erfolgreich waren. Und auch hier erklärt Jimmy Cauty immer wieder, dass ihre Aktionen alles andere als geplant waren, sondern mehr dem Zufall entsprangen, wie z.B. der "Ford Timelord", der mit "amerikanisches Auto zu verkaufen" inseriert worden war und dabei nichts weiter war als ein uraltes Polizeiauto...

  • Leben im All

    Spiegel online berichtet, dass es Wissenschaftlern gelungen ist, neue Exoplaneten zu entdecken. Exoplaneten sind Planeten, die andere Sterne wie die Sonne umkreisen. Aber diese Entdeckung ist nichts neues, Exoplaneten wurden schon einige in den letzten Jahren entdeckt. Dabei handelt es sich um Gasriesen, gegen die der Jupiter vergleichsweise klein wirken dürfte.

    Das Entdecken von Exoplaneten funktioniert mit Hilfe zweier Methoden:

    1. Der Stern wird hinsichtlich seiner Helligkeit beobachtet. Eventuelle Schwankungen in der Helligkeit deuten darauf hin, dass sich ein Planet vor diesen Stern schiebt und dessen Helligkeit abnimmt. Mit dieser Methode lassen sich in der Regel nur sehr große Planeten entdecken.
    2. Weiterhin kann man den Stern auf seiner Bahn beobachten. Unterliegt sie Störungen beeinflussen Planeten seinen Flug durchs All - simpel gesagt - wackelt der Stern.

    Nun haben es Wissenschaftler geschafft, anhand dieser Störungen drei Exoplaneten zu entdecken, die mit ihren Massen zwischen dem zehn- und achtzehnfachen der Erdmasse liegen. Damit gehören sie zu den Fliegengewichten der Exoplaneten, bedenkt man doch, dass es außergewöhnlich genaue Instrumente erfordert, die Bahn eines Sterns zu beobachten, der 41 Lichtjahre entfernt ist. Dieser Stern ist mit bloßem Auge gerade noch für das menschliche Auge sichtbar.

    Interessant an dieser Entdeckung ist weiterhin, dass einer der Planeten in der grünen Zone liegt. Die grüne Zone kennzeichnet den Abstand zur Sonne, wo das Vorhandensein von flüssigem Wasser, in Abhängigkeit vom Druck der auf dem Planeten herrscht, möglich ist. Missionen wie das Senden von Cassini-Huygens zum Titan sind nur ein kleiner Beitrag dessen, was in den nächsten Jahren im Bereich der Untersuchung extraterrestrischen Lebens geschehen soll. Dabei ist nicht primär die Suche nach Leben wie wir es repräsentieren, sondern ähnliche Bedingungen zu finden, wie sie auf der Erde herrschen. Vorausgesetzt der Forschungsetat für die Suche wird nicht gestrichen.

    adolf_schaller

    Bis dahin müssen wir also noch etwas unsere Phantasie bemühen, wie Adolf Schaller in diesem Bild, dass Jäger und Schweber in einer jupiterähnlichen Atmosphäre zeigt. Das Bild stammt übrigens aus Unser Kosmos von Carl Sagan.

  • Vor der Show

    Ich habe heute schon mal die Verkabelung vorgenommen, um meinen ersten Podcast aufzunehmen. Dabei ist folgende Konfiguration angedacht bzw. schon umgesetzt.

    podcast_sketch

    Original ist sind die Plattenspieler schon mit dem Mixer verbunden. Hinzugekommen sind jetzt der CD- und der DVD-Player, die an die Line-In-Anschlüsse angelegt wurden. Der Ausgang des Mischpults geht an den Verstärker, wo ich das Signal entweder gleich in den Rechner speise oder erstmal auf MD aufnehme.

    Was bei mir äußerst heimtückisch ist und immer wieder bei mir auftritt - die Brummschleife. Aber immer nur, wenn ich Rechner und Verstärker verbinde. Versucht habe ich dabei schon so ziemlich alles - kein Erfolg, das Brummen macht jedes Audiosignal platt. Mal sehen, wie es morgen aussieht, da werde ich mal den ersten Podcast aufnehmen, digitalisieren und umwandeln. Heute habe ich schon mal einen ersten Versuch gestartet - leider gescheitert, da ich den Signalpegel nicht konstant gehalten hab und damit die Aufnahme völlig übersteuert war. Gibt zwar einen schönen dreckigen Sound, aber der war nicht erwünscht.

    Mal sehen, welche Probleme mich morgen erwarten. Vorab aber schon mal der Link zum Podcast...

    badge-podcast

  • Und siehe da...

    Der Autoplate-Text für die Protogroup - Love gives strength to my soul [APL037] ist raus, Sebastian, seines Zeichens Labelchef, meint es wäre der beste Text, den ich bis jetzt geschrieben habe.

    ben_businovski Da noch etwas Zeit vergehen wird, bis die APL039 bereit steht, schlug er mir vor, den Text zu Ben Businovski - Nonexistant anime [THN089] zu schreiben. Das Album habe ich vorhin heruntergeladen und bin gerade beim Durchhören. Soweit ich bereits weiß, ist Ben Businovski ein Amerikaner der in Südkorea lebt und mit seinem Album die High-Tech-Welt Asiens erkundet, in Verbindung mit Grundzügen, die heutige Künstler in den 80er Jahren beeinflusst hat. Wieviel ist von dem, was damals Science fiction war, schon Realität und was war Wunschdenken?

    Bildquelle: Discogs

  • Angetestet: Modell 2

    Dank der unermüdlichen Arbeit von Loni bin ich jetzt stolzer Besitzer einer zweiten Badehose. Wie immer zu Beginn: der Trockentest. Beim ersten Reinfahren bin ich angenehm überrascht, der Stoff liegt glatt auf der Haut, schön straff und fühlt sich sehr gut an.

    modell2
    Das rot genähte Symbol ist nicht schief aufgenäht - nein - ich hab die Hose nur nicht gerade hingelegt.

    Also auf zur Schwimmhalle! Der erste Test unter Dusche zeigt, auch dieses Modell gibt einem nicht das Gefühl, dass die Hose an einem klebt. Ich hab schon sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Badehosen gemacht. Die einen werden schwer, wenn sie nass werden und bei den anderen klebt der Stoff auf der Haut. Entweder liegt es am Schnitt oder am Stoff, aber das Tragegefühl ist hier komplett anders.

    Das bestätigte sich auch, als ich ins Wasser ging. Beim Schwimmen sitzt die Badehose perfekt, verrutscht nicht und ich werde im kritischsten Moment überrascht. Die Wende - ich stoße mich von der Beckenwand ab und erwarte von den Nervenenden, dass ein Signal eintrifft, das mir sagt: Du hast eine Badehose an und die bewegt sich im Strom. Nichts! Als wenn es eine zweite Haut wäre, fließt das Wasser um mich herum und das Modell zeigt sich völlig unbeeindruckt.

    Sitz und Tragekomfort: perfekt!

  • Einmal ist keinmal

    Ich hab mal schnell nachgesehen, ob es neue Mails bei GMX gibt. Fehlanzeige - dafür leuchtet mich ein bunter Balken an. "Zum GMX HTML Betatest" steht da. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob jeder weiß, was ein Betatest ist, aber so filtert man die ersten Nutzer heraus. Ich lese mir also durch, was es denn in Zukunft neues bei GMX geben wird: einen HTML-Editor für Mails - so, so. Wie heißt es so schön beim dreckigen Dutzend:

    Posten Sie in HTML. Ganz ehrlich: Wer braucht schon diesen ASCII-Mist. Und wenn es immer noch Hansel gibt, die schrottige Konsolen-Reader verwenden, dann werden spätestens *Sie* Ihnen zeigen, wo heutzutage die MIME-Harke hängt.

    Jedenfalls bleibe ich bei den Punkten zur Beachtung hängen geblieben. Nanunana - da ist ja schon der erste Bug aus der Kategorie "Doppelt hält besser!"

    Doppelt

    Nachtrag: Das dreckige Dutzend ist wirklich Klasse. Ich habe das jetzt vielleicht schon 10 mal gelesen und breche immer noch in schallendes Gelächter aus.

  • Herr Doktor, Herr Doktor, was ist es? - Ein Blog!

    Mein Blog wird heute ein Jahr alt. Als kleine Erinnerung hier die Mail, die ich damals bekam:

    Hi speedy_j!

    Thanks for registering with blog.de
    We look forward to serving as your online publishing platform.

    Ich hatte den Blog damals angelegt, weil ich ein Medium suchte, das folgende Kriterien erfüllt:

    • ein Notizblock für Webseiten, Wissen und Ideen
    • ein Ort, wo ich Nachrichten und Ereignisse reflektieren kann
    • ein ... mh, ich will nicht Tagebuch sagen, wenn ich von Erlebnissen (und seien es musikalische) berichte, die mich bewegt haben - ich nenne es mal: den Schmierzettel für meinen Schreibzwang :))

    Blogs waren für mich nichts neues, schließlich war mir die Geschichte von Howard Dean noch in bester Erinnerung. Zur Auffrischung: Howard Dean war durch das Internet und Blogs im Speziellen im Vorfeld der Wahlen in Amerika sehr präsent. Damit war er 2003/2004 der Favorit als Kandidat für die Demokraten. Doch mußten er und seine treuen Anhänger feststellen, dass sich tausende Besucher auf Blogs und Webseiten nicht auf das reale Leben hochrechnen lassen. Die Quintessenz: Präsidentschaftskandidat wurde John Kerry. Ein Blick in die Wikipedia verriet mir, dass Blogs als Online-Tagebücher schon seit Mitte der 90er Jahre existieren, der Begriff entstand aber erst am 10.12.1997 von John Barger.

    Also nahm ich den Weg, den ich immer gehe, wenn ich etwas suche: Google. Also hab ich mir flink blog.de angesehen, die Kriterien entsprachen meinen Vorstellungen und schon war ich angemeldet und der erste Beitrag geschrieben. Der Rest ist Geschichte und kann nachgelesen werden. Was mir jetzt noch fehlt, ist eine Archivierfunktion, quasi Blog2Pdf. Zwar gibt es schon RSS2PDF, aber dort fehlt mir die Übernahme des Designs...

  • Ein Herz für die Wissenschaft

    Nachdem ich es gestern wieder verpasst habe, mal den Fernseher für eine Viertelstunde einzuschalten, hat er sich mal einen Eintrag verdient. Die Rede ist von Prof. Harald Lesch.

    Wie man an den Bildern unschwer erkennen kann, ist der Mann mit Erklären beschäftigt. Und das drei Mal in der Woche. In seiner Sendung Alpha Centauri befasst sich Harald Lesch mit Fragen des Mikro- und Makrokosmos. Jeden Monat kommen zwei neue Sendungen hinzu, der Rest sind Wiederholungen. Doch da die Sendung schon mehrere Jahre läuft, ist mir bis jetzt noch keine Sendung untergekommen, die ich schon mal gesehen habe.

    Nicht ganz ohne Humor, gewürzt mit einer Spur Kritik, plaudert Harald Lesch aus dem Nähkästchen. Also wenn zum Beispiel eine Sendung den Titel trägt "Woraus besteht das Universum?" sollte man sich nicht wundern, wenn er anfängt aufzuzählen "Männer, Frauen, Bäume...". Genau so schnell ist er aber wieder beim Ernst des Thema.

    Ein wenig Sachkenntnis vorausgesetzt, erläutert er Sachverhalte, mit denen man im Bereich Astronomie / Astrophysik konfrontiert wird. Als Beispiel möchte ich z.B. die Entfernung zum Andromedanebel nennen - 2,7 Millionen Lichtjahre. Wie wird sowas eigentlich gemessen? Mit genau solchen Fragen beschäftigt sich die Sendung.

    Gesendet wird Alpha Centauri auf Bayern Alpha zu folgenden Sendezeiten:

    • Mittwoch, 22:45 Uhr
    • Donnerstag, 9:30 Uhr
    • Sonntag, 20:00 Uhr

    Und wer den nächsten Termin nicht erwarten kann, kann auf den Seiten des Bayerischen Rundfunks sämtliche Folgen via RealPlayer ansehen.

  • Auf den Zahn gefühlt...

    Gestern stolperte ich über ein Wort, dass mir unglaublich sauer aufstieß: Zahntourismus. Auf Seiten wie diesen wird Werbung dafür gemacht, dass deutsche Krankenkassen seit 2004 auch Behandlungen innerhalb der EU zahlen. Da im Ausland billiger gefertigt wird, macht man sich das zunutze und bietet seinen Kunden sogar an, die Reisekosten bei einer bestimmten Entfernung zu übernehmen und wenn der Zahnersatz verspricht ganz exklusiv zu werden, sind die Hotelkosten auch gratis.

    Klingt alles sehr vollmundig, doch die Konsequenzen mag keiner hören, Hauptsache es ist billig. Apropos billig: wenn jemand sagt: Das sieht aber billig aus!, dann heißt das soviel wie: Minderwertige Ware zum kleinen Preis. Wenn sich also Supermarktketten das Etikett "Billig" aufkleben, sollten sie auch daran denken, was sie damit ausdrücken möchten. Aber ich schweife ab - trotzdem noch ein kleines Beispiel: kostenlos - umsonst.

    Durch diese Sparmentalität - alles haben wollen und möglichst noch etwas rausbekommen - legen wir Stück für Stück die landeseigene Produktion lahm oder zwingen die Firmen in Ländern zu produzieren, wo der Zielpreis erreicht wird. Dass aber stellenweise Preise verlangt werden, als wenn die Produktion doch noch in Deutschland stattfindet, aus Gründen der Gewinnmaximierung, der nachzuweisenden Gewinnsteigerung gegenüber den Aktionären, soll für diesen Beitrag auf einem anderen Blatt stehen.

    Ja, aber warum sollten die Leute denn nicht diese Gelegenheit nutzen? Mit stärker sinkenden Zahlen an Patienten fällt der Verdienst des Zahnarztes und der beginnt an Stellen zu sparen, wo die größten Kosten entstehen: am Personal. Kann er sich einen Personalabbau nicht mehr leisten, riskiert er die Wirtschaftlichkeit seiner Praxis. Mit sinkenden Patientenzahlen verringern sich auch die Aufträge, die an die Labore weitergegeben werden. Weniger Aufträge heißt, es werden weniger Zahntechniker benötigt.

    Aber einer mehr oder weniger schadet doch nicht! Vielleicht gerade dieses Denken führt genau zu oben genannter Situation, weil sich keiner des Systems als Ganzes bewußt ist. Unter dem massiven Preisdruck arbeiten die Labore hart an der Grenze. Fallen da ein paar Patienten weg, kann das den Zusammenbruch des Systems bedeuten. Ein paar Arbeitslose mehr, die weniger konsumieren. Weniger Konsum gefährdet wieder andere Arbeitsplätze, vielleicht auch dessen, der da "nur" sparen wollte.

    Das ist doch nur Panikmache! Möglich, aber der Prozess ist auch schwer zu beobachten, weil er sich über einen langen Zeitraum hinzieht. Aber es passiert - schauen wir doch mal in unsere Kleidung, "Made in Germany" - Fehlanzeige. Und wie sieht es aus mit Unterhaltungselektronik, Computer? Warum einen Infineon-Speicherriegel kaufen, wenn man zum halben Preis einen asiatischen haben kann?

    Bitte mal beim nächsten Einkauf darüber nachdenken!

  • Sacré bleu

    Nach der Anpassung des Designs für den Fraktalblog kam jetzt das Design für diesen Blog dran. Bei diesem Design muss ich ja explizit drauf hinweisen, dass es nur richtig gut mit dem Firefox aussieht, da ich Funktionen des CSS 3.0 nutze, die derzeit nur im Firefox implementiert sind und auch im Internet Explorer 7.0 (die Windows Vista Version) noch nicht funktionieren werden.

    Natürlich funktioniert das Design auch im IE, hat aber ein paar kleine Probleme in der Darstellung. Der Developer-Blog berichtet von Problemen im Internet Explorer, deswegen bin ich mir nicht sicher, ob die neuen Funktionen oder die Templates von blog.de die Ursache sind.

    design_im_ie
  • Irrenhaus

    Heute morgen klingelte es, ich war gerade beim Frühstück. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es halb 11 Uhr war. Ich erwarte eigentlich ein Paket, hatte aber noch keine Bestätigung über den Versand erhalten, also schloss ich diese Möglichkeit aus. Also ging ich zur Sprechanlage (bei mir in Form eines Telefons) und wurde darüber informiert, dass ich gerade mit Frau B. spreche, die in Begleitung von Frau B. unterwegs ist und mir eine neue Ausgabe des "Wachturms" in den Briefkasten tun möchte, weil die neue Ausgabe wirklich glücklich macht. Dankend lehnte ich ab.

    Ungefähr eine halbe Stunde später klingelte es wieder. Ungewohnt langes Klingeln - wieder ging ich zur Sprechanlage, die sich als defekt herausstellte. Nachdem es eine Minute später wieder klingelte, ging ich runter - zum Briefkasten mußte ich ja ohnehin einmal. Weit und breit niemand zu sehen, also glaubte ich Opfer eines Klingelrutschers geworden zu sein. Zynische Nebenbemerkung: Macht man heute sowas überhaupt noch oder ist es cooler, gleich ein Auto zu knacken?

    Jedensfalls dauerte es keine 5 Minuten, als es an meiner Tür klingelte. Vor meiner Türe stand eine kleine Frau, Mitte 40, gekleidet mit einem langen Mantel, Kopftuch und arabischem Teint. In der Hand hatte sie einen großen Plastikbeutel aus der eine blau-weiße, in durchsichtigem Plastik eingeschweißte, Stoffrolle hervorschaute, die nach Tischdecke oder Geschirrtuch aussah. Wolle schöne Sache kaufe? fragte sie mich nett. Aber nein, Haustürgeschäfte habe ich mir abgewöhnt.

    In der Hoffnung endlich Ruhe zu haben, ging ich in die Küche, räumte den Abwasch weg, als ein nervendes Bohren begann. Offensichtlich waren jetzt alle im Haus munter, hatten die Frühstückspause beendet und gingen zum Tagesgeschäft über. Zum Glück war der Bohrer ein Profi, nach 5 Minuten war wieder Ruhe. Ich hatte mich heute morgen entschlossen, den ausstehenden Review der nächsten Autoplate schon dieses Wochenende hinter mich zu bringen. Alles beginnt wieder immer mit der Recherche. Ich suchte nach dem Künstler und fand seine Seite. Dort wurde schon auf der Neuigkeitenseite mit den Release НА ИНТЕРНЕТ ЛЕЙБЛЕ AUTOPLATE [1] geworben. Hinter dem Alias Protech verbirgt sich laut eigener Aussage einer von Russlands ersten Drum'n'Bass-Producern. Für mich immer wieder verwunderlich, wie Leute, die solch rauhe Tracks produzieren, zu den sanften Klängen, wie sie auf Autoplate erscheinen werden, in der Lage sind. Das Album habe ich mir mittlerweile vier oder fünf mal angehört und bin schlichtweg begeistert. Also schrieb ich eine Mail mit ein paar Fragen, tippte schon ein paar Notizen für den Releasetext und wagte mich dann an mein größtes Projekt für heute.

    ultrafractal

    Nachdem nun über ein Monat vergangen ist und ich jeden Tag, an dem ich mit Bus und Bahn auf Arbeit fuhr und Else mit zwei Euro gefüttert habe, war es gestern abend soweit - ich kaufte UltraFractal und arbeitete mich den ganzen Nachmittag durch die Tutorials durch. Natürlich mußte ich im Anschluss mein neu erworbenes Wissen gleich anwenden. Das Ergebnis gibt es natürlich wie immer auf dem Fraktal-Blog.

    [1] (sprich: na Internet Lejbelje Autoplate, zu deutsch: auf dem Internetlabel Autoplate)

  • Generator

    Mit Rechentechnik auf Kriegsfuß und demnächst steht noch ein Referat an? Es gibt jetzt einen Generator, der automatisch "Untersuchungen" auf dem Gebiet der Informatik als wissenschaftliche Arbeiten erzeugt, wahlweise als HTML, Postscript oder PDF. Die Erfinder dieses Generators bewarben sich 2005 zur "World Multi-Conference on Systemics, Cybernetics and Informatics" und der Vortrag wurde akzeptiert. Schon allein auf die Aktion hin wurde soviel Geld gespendet, dass die Herren in das gleiche Hotel gehen konnten, wie die Konferenz und hielten dort parallel ihre eigene Sitzung, auf der 3 Vorträge gehalten wurden. Und das Ganze wurde auch noch auf Video festgehalten.

    Zum Glück gibt es immer jemanden, der noch cleverer ist und dann noch ein Programm schreibt, dass solche Fakes erkennt und auffliegen läßt. Ihre Theorie: Der Mensch neigt im Gegensatz zur Maschine bei größeren Aufsätzen zu Wortwiederholungen, während der Computer herzlos aus der ganzen Breite der Substantive, Verben und Adjektive schöpft. Natürlich hat man auch noch die Möglichkeit, viel weiter unten anzusetzen und allein die Buchstabenhäufigkeit im computergenerierten Text gegen den eines handgeschriebenen zu vergleichen. Und so kann dieses Tool einen computergenerierten von einem menschlichen Text unterscheiden.

    Dem sind natürlich gewisse Grenzen gesetzt. Sollte ein Text eine gewisse Länge nicht überschreiten, ist es schwer die beiden Texte zu unterscheiden. Doch sobald der Umfang der Arbeit zunimmt, wird vor Wahrscheinlichkeit größer, die Texte klassifizieren zu können.

  • Interpretationsfrage

    Vor ein paar Wochen waren ein Kollege und ich in einer Unterhaltung, deren Sachverhalt mir jetzt entfallen ist und er stellte mir noch eine kurze Frage nach einer Farbe. Blau lautete meine Antwort. Mit einer gewissen Verwunderung meinerseits fragte er mich, woher ich denn wüßte, was er als Blau ansieht.

    Nicht genau wissend worauf seine Frage abzielt, stellte ich erstmal klar, dass Licht in einem bestimmten Wellenbereich (in dem Fall 420 bis 490 nm) vom Menschen als Blau wahrgenommen wird. Wissend lächelte er mich an und meinte, dass das, was ich als blau interpretiere für doch durchaus Rot sein könnte. In dem Moment begriff ich, worauf er hinaus wollte. Wir diskutierten das Problem und kamen zu dem Entschluss, dass man keinen Vergleich diesbezüglich schaffen kann, da die Interpretation des umgewandelten Lichts nicht messbar ist.

    Einige Tage später durchsuchte ich mal wieder die Wikipedia und wurde dort als Artikel mit dem Begriff der Qualia konfrontiert. Schon nach den ersten Zeilen begriff ich, dass ich den theoretischen Ansatz für unser Problem gefunden hatte. Die Qualia werden dort als der subjektive Erlebnisgehalt eines mentalen Zustandes definiert. Als Beispiel wird auch dort die Farbwahrnehmung aufgeführt, doch besser verständlich fand ich den Vergleich, wie es sich anfühlt eine Fledermaus zu sein.

    Von außen können wir messen, wie sich die Fledermaus mittels Echo ihren Weg bahnt, jedoch bleibt völlig verschlossen, wie es sich für die Fledermaus anfühlt, einen Ton auszustoßen und das Echo wahrzunehmen und sich darauf den Weg zu suchen.

    Im Gegensatz zu Qualia steht die Intersubjektivität - die Erfahrung oder Interpretation, die für mehrere Menschen gleich ist. Um wieder auf das Farbbeispiel zurückzukommen, werden fast alle Menschen, Farbschwächen mal nicht vorausgesetzt, einen Blauton als solchen erkennen und bezeichnen können.

    Jedoch blieben bei dem Artikel einige Fragen offen. So zum Beispiel das Beispiel mit dem Geschmack des Rotweins. Angenommen man trinkt ein Glas Rotwein, lutscht danach ein Pfefferminzbonbon und trinkt danach vom selben Glas einen weiteren Schluck. Laut dem Artikel liegt die Änderung im qualitativen Charakter des Geschmacksurteils. Der Zusammenhang mit Qualia ist mir in dem Fall nicht bewußt, da durch das Pfefferminzbonbon die Geschmacksnerven angeregt wurden und damit ganz andere Ursachen für die veränderte Wahrnehmung gegeben sind.

    In dem Zusammenhang stellt sich für mich auch weiterhin die Frage: Ab welchem Punkt genau beginnen Qualia? Aus meinem Verständnis des Artikels heraus würde ich schlussfolgern, das es ab dem Bereich beginnt, wo kein Nachweis, keine Messung des Sachverhalts mehr möglich ist. Also ab dem Punkt, wo ich fragen muss: Warum interpretiere ich Dinge auf diese und jene Weise?

  • Darauf einen Dilbert

    Der Chef hält auch nur seinen Sessel warm? Das Marketing will die eierlegende Wollmilchsau mit Zieldatum gestern? Und der Kaffee ist auch schon wieder alle?

    Dann ist es Zeit für einen Dilbert. Dilbert ist Ingenieur und so eine Art Seelentröster oder Schutzheiliger für Ingenieure und Softwareentwickler. Wenn dich keiner mehr versteht - Dilbert tut es.

    uranus

    Dilberts Erfinder Scott Adams schickt seit 1989 seine Comicfiguren auf die Reise um den Kampf gegen die täglichen Probleme eines Ingenieurs, angefangen von "mein Computer geht nicht" bis "Und warum hat mich keiner gefragt? Seit 1995 treibt Dilbert sein Unwesen auch im Internet, erscheint in 2.000 Tageszeitungen in 65 Ländern und jeden Tag kommt ein neuer Strip hinzu.

  • Long long ago...

    Heimlich still und leise hat sich mittlerweile ein halbes Jahr dahingeschlichen, als ich meinen letzten Text für Thinner/Autoplate geschrieben hab. Es gab viel zu tun und es wurde ein neuer Plan für die Releases bis Ende des Jahres aufgestellt.

    Zu meiner Freude wurde ich gefragt, ob ich nicht wieder ein paar Texte schreiben möchte. Na und ob ich das will! Demzufolge werde ich mir in nächster Zeit die beiden Autoplate-Releases APL037 und APL039 zu Gemüte führen. Die APL037 wird von der Protogroup kommen und den außergewöhnlichen Namen Love gives strength to my soul tragen.

  • Denken erwünscht? (II)

    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch Ausbringung eines Links [...]

    Den meisten dürfte dieser Satz geläufig sein - es geht darum, dass man sich von den Inhalten der eingebundenen Links distanziert. Aber wie in jeder Lebenslage gilt auch hier der Grundsatz: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Demzufolge ist das Einbinden dieses Satz völlig zwecklos, wie der Fall von Alvar Freude beweist.

    Wie man auf seiner Homepage erfahren kann, wurde er wegen Volksverhetzung angeklagt und Mitte letzten Jahres freigesprochen. Doch was war passiert? Alvar Freude verlinkte zu Dokumentationszwecken auf mehrere Seiten, auf denen pornographisches, gewaltverherrlichendes und nationalsozialistisches Material zu finden war. Weiterhin betrieb er eine Webseite, auf der man sich telefonisch den Inhalt von gesperrten Webseiten vorlesen lassen konnte.

    Dazu heißt es in der Urteilsbegründung:

    Der Angeklagte ist engagierter und überzeugter Verfechter der Informationsfreiheit im Internet. Nach seinem Dafürhalten sollen sämtliche ins Netz gestellte Inhalte allen Nutzern des Internets ungefiltert zur Verfügung stehen, auch soweit diese gesellschaftlich unerwünschte oder gar strafbare Inhalte haben, da nur so der Gedanke des Internets, weltweiter ungehinderter Zugang zu und Austausch von Informationen, auf Dauer Bestand haben könne.

    Dies ist für ihn zudem Voraussetzung für die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit, da nur derjenige, der sich aus allen zugänglichen Quellen frei informieren könne, sich mit diesen Informationen argumentativ auseinandersetzen und sich eine eigene Meinung bilden könne.

    Prinzipiell heißt das aber nicht, dass Alvar Freude den Zugang zu solchen Seiten für gut heißt. Viel mehr ist er für die Beseitigung der Server, auf denen solche Seiten gehostet werden. Nun soll es zu einer Revisionsverhandlung am Stuttgarter Oberlandesgericht am nächsten Montag kommen. Ich hoffe, dass das Urteil von letztem Jahr bestätigt wird und damit eine freie Meinungsbildung ermöglicht wird.

  • Re:organisation

    Wer kennt das nicht: Man nimmt sich was vor, fängt damit an, dann kommt was dazwischen. Dann wird das schnell erledigt und in der Zwischenzeit liegt schon wieder was neues an. Und die ursprüngliche Tätigkeit bleibt auf der Strecke oder wird glatt vergessen. Der erste Versuch, das Problem in den Griff zu bekommen, lief bei mir über kleine Zettel, die auf meinem Schreibtisch lagen und mich erinnern sollten. Irgendwann räume ich dann mal wieder auf und die Zettel sind auch mit entsorgt worden. Oder ich benutzte die Zettel als sonstige Schmierzettel für kleine Rechnungen und schmiss sie dann weg. Also eine langfristige Planung war damit nicht möglich. Was als einziges ziemlich erfolgreich funktionierte, waren die TODO-Listen für einen Tag.

    Eine Änderung war also bitter nötig. Ich ließ mich also inspirieren und baute mir mit Hilfe von Freemind meine eigene Organisationsstruktur auf. Die Wahl fiel auf Freemind, weil ich den Aufbau von Mindmaps gut finde (muss wohl eine Nachwirkung vom Studium sein). Außerdem entspricht eine Mindmap ja genau dem, was man bei der Lösung von Aufgaben anfällt; das Zerlegen in Teilaufgaben, die in einer bestimmten Reihenfolge abgearbeitet werden müssen bzw. wiederum in Teilaufgaben zerlegt werden.

    freemind

    Dabei gestaltet sich die Bearbeitung ganz einfach: Es gibt Kategorien für Aufgaben, so z.B. Fraktale, Lesen, Haushalt. In diese Kategorien werden alle anfallenden Arbeiten einsortiert, auch regelmäßige! Jede offene Aufgabe erhält eine Priorität. Freemind unterstützt Prioritäten von 1-7. Das ist mehr als reichlich, denn für mich reichen folgende Gruppen: heute bzw. sobald wie möglich (1), nachfolgend (2) und auf Eis gelegt (7). Zwischen 2 und 7 werden bei mir die Ziffern vergeben, je nach Dringlichkeit der Aufgabe.

    Ist eine Aufgabe erledigt, wird sie aus der Map gelöscht oder als abgearbeitet markiert. Handelt es sich um eine regelmäßige Tätigkeit (Blumen gießen, Wäsche waschen etc.) wird sie mit einem Häkchen versehen und bekommt erst dann wieder eine Priorität, wenn das Ereignis wieder ansteht. Die Vorteile liegen klar auf der Hand - zum einen organisiert sich die Mindmap fast von selbst, d.h. wenn man eine Aufgabe einordnen möchte, die man nicht zuordnen kann, baut man schnell die Struktur um, die Aufgaben bleiben ja erhalten. Andererseits bekommt man eine schöne Übersicht über Abläufe und Vorgehensweisen. Gleichzeitig kann man ja noch ein paar Gedanken mit einfließen lassen und verwandelt so die erledigten Aufgaben in eine Wissensbasis.

  • Angetestet: Modell 1

    Heute nun der umfangreiche Test zu Modell No. 1 von Loni. Besonders gut gefällt mir, dass die Badehose innen mit schwarzem Stoff gefüttert (???) ist, das Weiß mag ich da nicht. Also packte ich sie ein und los ging es zur Schwimmhalle.

    badehose

    Der erste Trockentest beim Anziehen zeigte: Passt perfekt und sitzt wie eine zweite Haut. Dann kam der Nasstest unter der Dusche - sitzt nach wie vor super, auch kein lästiges Ankleben am Körper, wie man es von anderen Badehosen gewöhnt ist.

    Dann kam der Sprung ins kalte Wasser. Naja - gesprungen bin ich nicht, eher die Treppe reingestiegen. Bei den ersten Zügen merkte ich kein Kneifen im Schritt und auch kein Verrutschen bei den Schwimmbewegungen. Bahn bis Ende geschwommen und dann kommt der extremste Teil - die Wende. Beim Abstoßen merkte ich, wie sich Wasser zwischen mich und die Badehose schob. Sie rutschte hinten etwas runter, blieb aber ansonsten problemlos sitzen. Nach 1000m war die Badehose ausgiebig getestet und ich kam zu dem Fazit:

    Sitzt perfekt, sieht hervorragend aus, Trageeigenschaften im Spitzenbereich (sollte bei maßgeschneiderter Bademode auch so sein). Nur die Spannung im Pobereich muss minimal korrigiert werden. Ob da eine stärkere Gummispannung oder eine Schnittkorrektur notwendig ist, muss die Fachfrau entscheiden.

  • Einfach getippt

    Ich hatte mich ja schon vor einiger Zeit über die schlechten Layouts von Tastaturen beschwert. Und heute wurde ich zwangsläufig wieder darauf gestoßen. ThinkGeek stellte dabei die schon seit Jahren angekündigte Lasertastatur in ihrem Shop vor.

    laser_tastatur

    Und wieder kam in mir die Frage hoch - Wie kann man dieses verflixte Tastaturlayout ändern? Moment - da war doch mal was. Da gab es doch diese russische Tastatur, die man umprogrammieren konnte. Ein bißchen gesucht und schon gefunden - Optimus heißt das Teil.

    optimus4

    Sieht soweit erstmal nach einer schick designten Tastatur aus. Der Witz dieser Tastatur liegt hinter den Tasten. Denn diese können in ihrer Darstellung geändert werden. Hinter jeder Taste sitzen organische Leuchtdioden (OLED), die mittels einer frei verfügbaren API umprogrammierbar sein sollen. Hier mal ein detailierter Anblick auf die Tasten...

    optimus1

    Diese Tastatur wäre natürlich optimal zum Umsetzen auf z.B. das NEO-Tastaturlayout, das dank seiner Anordnung anhand der Häufigkeit der Buchstaben im deutschen Alphabet eine Geschwindigkeitssteigerung von 30 bis 100 Prozent verspricht. Aber auch für andere Zwecke kann man die Tastatur umprogrammieren ;)

    optimus2optimus3

    Die Tastatur befindet sich derzeit noch in Entwicklung, soll aber noch dieses Jahr erscheinen. Ich fang schon mal mit sparen an...

  • Zwei Geschichten

    Als ich kurz vor meiner Diplomarbeit stand, habe ich mich ziemlich aktiv in einem Forum aufgehalten, in dem es sich speziell um Aphex Twin drehte, aber auch um elektronische Musik im Allgemeinen. Man erhielt Tipps über neue Veröffentlichungen und lernte so andere Künstler kennen. Zur dieser Zeit gab es neben aphextwin.nu auch noch eine andere Seite im Netz - joyrex.com. Selbstverständlich kannten sich die Seitenbetreiber untereinander, aber es war halt schon blöd, wenn neue Nachrichten auf beiden Seiten veröffentlicht wurden. Und da es ohnehin noch mehr Seiten im Netz gab, die sich mit dieser Richtung von Musik befassten, wurde gemeinsam der Entschluss gefasst, dass eine Seite wesentlich effektiver ist. Und so nannte man sich:

    We are the music makers
    ...and we are the dreamer of dreams...

    Und genau auf dieser Seite fand ich letztens den Link zu einem Festival-Video von Aphex Twin + Chris Cunningham in Torino (Italien).

    Und da ich gerade mal im Netz unterwegs war bzw. meine alte Homepage aktualisiert hab, bin auf einen Namen bei den unbekannten MP3s gestoßen und suchte man fix danach...

    Angefangen hatte alles mit einer ersteigerten Platte bei eBay. Und der Besitzer wohnte auch noch in Dresden. Also ging ich vorbei und holte sie ab. Nach einer Weile bemerkte er "Irgendwie kommt mir dein Gesicht bekannt vor!" Kein Wunder, denn Jahre zuvor hatte er in einem Plattenladen gearbeitet und ich bin zweimal die Woche dort aufgetaucht. Und siehe da - er betreibt jetzt ein Label, was auf den schönen Namen

    hört und was da veröffentlicht wird, kann sich durchaus hören lassen!

  • Versand

    Ich muss zugeben, dass in letzter Zeit ziemlich schlecht auf Amazon zu sprechen war. Grund dafür war eine Bestellung vom 4. Februar, die bis dato nicht versandt wurde. Und da als Termin Ende März angegeben war, entschloss ich mich am 24. März, meiner Bestellung noch ein paar Artikel hinzuzufügen. Ich nahm mit Absicht nur Artikel auf, die bis Anfang April lieferbar gewesen sind.

    Der Terminvorschlag von Amazon verstrich und ich hakte mal nach, wo meine Bestellung denn bleibt und warum die Bestellung so geteilt wird, dass ein Artikel, der noch länger braucht, den Versand der übrigen Artikel aufhält. Umgehend wurde der Versand umsortiert und die Teillieferung auf "Vorbereitung zum Versand" gestellt. So stand sie Sonntag, so stand sie Montag und so stand sie heute. Wutschnaubend nahm ich mir vor, nach Ostern mal den Versand der Artikel zu bemängeln. Doch soweit sollte es nicht kommen. Heute nachmittag erhielt ich die Mail, dass die Artikel versandt wurden.

    Um so erstaunter reagierte ich, als ich heute nach Hause kam und einen Zettel über eine Paketlieferung im Briefkasten fand. Jemand im Haus hatte die Bestellung entgegen genommen. Also holte ich das Paket ab, wuchtete es in meine Wohnung und siehe da...

    verpackung

    die Verpackung und Polsterung für die Fraktalkalender!

    Ich hoffe doch, dass meine Bücher + CDs mich noch vor Ostern erreichen. Ach so... die Acoustica von Alarm will Sound (plays the Aphex Twin), die ich auch schon Anfang Februar bestellte, wird voraussichtlich Mitte Mai geliefert.

  • Datenbanken

    Vorhin habe ich gerade meinen Linuxrechner angeschalten. Ich hatte mich ein bißchen geärgert, dass meine MySQL-Datenbank keine Fremdschlüsselbeziehungen kann. Ein bißchen Recherche schaffte Aufklärung: Die als Standard definierte ISAM-Engine, erlaubt das nicht. Alternativ steht aber die InnoDB-Engine zur Verfügung, die nicht nur Fremdschlüssel unterstützt, sondern auch Transaktionen.

    Ein locker flockig eingetipptes: show variables like "have_%"; verriet mir, dass die InnoDB-Engine schon dabei ist.

    screenshot1

    Als nächstes mußten also nur noch die Tabellen mit einem alter table tablename engine=INNODB; umgesetzt werden. Das Einfügen der Fremdschlüsselbeziehungen hab ich dann gemütlicherweise mit dem MySQL-Administrator, was aber auch nicht so einfach ging, da dort wohl noch ein kleiner Bug sitzt, der mich zwang, die Spalte der referenzierten Spalte von Hand nachzutragen.

  • Wieder da...

    Am Wochenende habe ich mich etwas an meine alte Seite gesetzt und da ich genügend Webspace für meine Fraktalseite habe, ist kurzerhand der gesamte Inhalt meiner Homepage wieder hochgeladen worden und ich habe ein paar Links geändert und versucht, alles zu akualisieren. Danach wurde noch mein Redirector, der ursprünglich auf diesen Blog zeigte, wieder zurück auf die Seite gesetzt. Und siehe da... www.electro-space.de ist wieder da.

    homepage

    Und mit ihr sind alle meine Record reviews wieder da, die sich zwischen 2002 und 2004 angesammelt haben.

  • Das Kreuz mit dem Urheberrecht

    Nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich bei heise.de den Beitrag zur Urheberrechtsreform in der Schweiz las. Dort äußerte sich das Eidgenössische Institut für geistiges Eigentum (IGE), dass die Revision des Urheberrechts nicht nur zugunsten der Rechteinhaber ausfallen sollte.

    Der Gesetzesentwurf sieht demnach vor, dass ein Kopierschutz nicht umgangen werden darf. Andererseits wiederum wird gesagt: "Das Umgehungsverbot kann gegenüber denjenigen Personen nicht geltend gemacht werden, welche die Umgehung ausschließlich zum Zweck einer gesetzlich erlaubten Verwendung vornehmen". Heißt im Klartext - wer etwas legales vorhat und der Kopierschutz ist ihm dabei im Weg, darf ihn nach Herzenslust aushebeln.

    Natürlich meldeten sich sofort die Vertreter der Unterhaltungsindustrie, die dem Kopieren Tür und Tor geöffnet sehen. Und im Gegenzug meldeten sich auch Freunde von frei zugänglichen Inhalten, die genauer definiert wissen wollten, für welche Bereiche diese Umgehung zutreffend ist.

  • Impressionen von der Elbe

    Da ich gestern in der Nähe war, bin ich nach Kleinzschachwitz gefahren, um mir ein Bild vom Stand des Elbpegels zu machen. Kleinzschachwitz ist die gegenüberliegende Seite von Pillnitz, bekannt durch das Schloss Pillnitz.

    Blick zu den Personenfähren

    pillnitz1

    Die Pillnitzer Autofähre, man beachte das Haltestellenschild mit der roten Spitze.

    pillnitz2

    Und auch die weiten Elbwiesen sind noch überflutet. Der weiße Kasten ganz rechts ist normalerweise die Dampferanlegestelle und der Baum links gehört auch nicht ins Wasser, denn an ihm führt der Elberadweg entlang.

    pillnitz3
  • The evolution of sound

    Heute hatte ich auf meinem Weg auf Arbeit eine MD mit Aufnahmen von Evosonic in Ohr und das hat mich inspiriert, mal einen Beitrag darüber zu schreiben. Im Mai 1997 ging ein Radio online, dass bis zu dem Zeitpunkt neu für Deutschland war...

    EvoSonicLogo

    Ziel: 24 Stunden elektronische Musik mit einem Minimum an Werbung und ohne nervige Moderierung. Ab dem Moment, wo der Sender hier ins Kabel eingespeist wurde, fiel mein CD- und Plattenkonsum drastisch. Mein Tag fing mit einer Tasse Tee und morgendlichen sanften Houserhythmen an und endete nachts mit seichten Ambientklängen. Dieses ambitionierte Projekt fand aber keine zahlkräftigen Werbekunden, welche die hunderttausende von DM aufbringen konnten, um die Kabelgebühren zu zahlen. Also ging am 30.06.1998 Evosonic wieder vom Netz.

    Am 1.11.1998 wurde ein zweiter Versuch gestartet, der jedoch nicht mehr bei uns ins Kabel gespeist wurde. Also ging die zweite Welle nahezu spurlos an mir vorüber. Viel zu schnell verklang auch der zweite Versuch am 1.10.1999. Aber wenn man sich das Archiv ansieht, das mittlerweile 10GB an Aufnahmen zu Evosonic zusammengesammelt hat, merkt man, dass es mehr war, als nur eine temporäre Erscheinung. Dort finden Mixe von Größen wie Sven Väth, Marco Zaffarano, Chris Liebing und Rob Acid, welche alle schon mal dort an den Plattentellern standen.

  • Bedürfnisse

    Zugegeben, auf Toilette zu gehen ist doch ein sehr natürliches Bedürfnis. Und je dringender es wird, um so schneller möchte man es hinter sich bringen. Nur problematisch ist es, wenn man in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates sitzt. Also fragt man mal ganz höflich, ob man eine kleine Pause einlegen kann.

    I think I may need a bathroom break? Is this possible?

    Wenn man sich das anschaut, klingt das flehend, ja fast bettelnd. Also liegt die Vermutung nahe, dass die Frage von einem kleinen Licht kommt, der bei seinem Chef um eine Pause bettelt. Nur würde davon niemand ein Foto machen.

    bush

    Der Fotograf war Rick Wilking und schaute am 14. September 2005 keinem geringeren als Georg W. Bush über die Schulter. Und der Zettel mit der Frage ging übrigens an Condoleezza Rice.

  • Erbarmungslos

    Gestern erreichte mich folgender Kommentar (s.u.). Letztendlich passt er genau in die von Rociel gemachten Beobachtungen. Nachdem ich überlegt hab, ob ich nicht einen dummen Kommentar a la "Ich haben Löschen-Funktion" oder "Ich habe fertig!" abgebe, wird er einfach gelöscht. Am Ende klickt noch jemand drauf und die "Verliebt in Polen"-Kandidatin erreicht ihr Ziel.

    deleted

    Apropos "Verliebt in Polen"... Von jedem vierten Plakat starrt mich jetzt die auf "Ich bin hässlich und eine graue Maus" getrimmte Lotta an. Wie ich gerade erfahren hab, ist der Titelsong von Annett Louisan, deren Musik bzw. Texte mich auch nicht gerade vom Hocker heben. Und nun muss ich auch noch eine Aussage von ihr in einem Artikel lesen, der meiner Meinung keinen Abbruch tut.

    Als TV-Zuschauerin begeistert sich Annett Louisan ganz klar für amerikanische Serien mit Tiefgang und Klasse: «King of Queens», «Desperate Housewives» und «Sex and the City» gehören zu ihren absoluten Favoriten.

    Was soll ich dazu noch sagen?

  • Lasagne + Obstsalat

    Ich mußte heute erstmal überlegen, ob ich mir überhaupt schon mal eine Lasagne gemacht habe - Nein, ich glaube nicht. Dafür kann ich schon auf die Erfahrung mit zahlreichen Aufläufen und Nudeln zurückblicken. Angesichts der merkwürdigen Variationen von Lasagne, die mir im Netz entgegenschlugen, entschloss ich mich zu einer eigenen Kreation.

    lasagne_vorher

    Dazu nahm ich:

    • 500g Hackfleisch
    • 1 Packung Lasagne
    • 2 Dosen Pizzatomaten
    • 2 Pepperoni
    • 2 Knoblauchzehen
    • 1 Block Käse zum Reiben
    • 2 Mozarella
    • Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum, Rosmarin und Thymian
    salat_vorher

    Und da ich bei meinem Wochenendeinkauf so viel leckeres Obst geholt hab und seit einer Woche noch ein paar Bananen im Kühlschrank lauern, machte ich parallel einen Obstsalat. Bitte nicht über die Bananen wundern, die Schale wird im Kühlschrank nun mal so schnell braun, aber innen sind sie noch sehr frisch. Dafür nahm ich also:

    • eine Mango
    • eine Ananas (die gibt es bei mir schon fertig zu kaufen)
    • 2 Bananen
    • 1 Schale Erdbeeren (500g)

    Und schon konnte es losgehen. Ich ließ etwas Öl in einer Pfanne heiß werden und presste die Knoblauchzehen hinein und ließ sie ein wenig andünsten. Dann kam das Hackfleisch hinzu, das ich zerkleinerte. Bis das Hackfleisch fertig durchgebraten war, halbierte ich die Pepperoni, holte das Kerngehäuse heraus und schnitt die 4 Hälften in feine Streifen. Von dem Block Käse rieb ich ungefähr die Hälfte (ca. 200g) in eine Schüssel. Auch den Mozarella schnitt ich in Scheiben.

    Das angebratene Hackfleisch würzte ich mit Salz und Pfeffer und fügte die beiden Dosen Pizzatomaten dazu. Wenn die Tomaten bereits fertig gehackt sind, erspart man sich ein wenig Arbeit, andernfalls übernimmt man diesen Teil mit dem Kochlöffel. Jetzt kamen noch die Pepperoni hinzu und ich schmeckt die Mischung mit Salz, Pfeffer und den Gewürzen ab.

    Während ich die Auflaufform vorbereitete und die Lasagneplatten in die passende Form brach, ließ ich das Ganze noch vor sich hin köcheln und heizte den Backofen schon mal auf 200°C vor. Dann gab ich eine Schicht Hackfleisch-Tomaten-Mischung in die Auflaufform, auf die ich dann die Lasagneplatten legte. Das wechselte sich immer weiter so ab, bis als oberste Schicht eine Hackfleisch-Schicht ist. Auf diese wird (dank Lonis Empfehlung) eine Schicht Mozarella gelegt und über diese streut man den geriebenen Käse.

    Jetzt hatte ich 25 Minuten Zeit mich dem Obstsalat zuzuwenden. Also hieß es die Erdbeeren und die Mango abzuwaschen. Dann schnitt ich die Ananas in Scheiben und achtelte jede Scheibe. Die Bananen wurden geschält und in Scheiben geschnitten. Da die Erdbeeren immer größer werden, reicht es nicht mehr das Grün zu entfernen und sie zu halbieren, sondern auch die Erdbeeren mußten in passende Happen zerlegt werden. Die Mango schälte ich, schnitt das Fruchtfleisch um den Kern herum weg und zerlegte es in kleine Stücke. Das alles landete in einer großen Schüssel und wurde abschließend gut gemischt. Gerade rechtzeitig, denn die 25 Minuten waren bereits um und ich konnte auftischen...

    lasagne_fertig
  • Gerade zurück

    Nachdem ich mehrere Schwächeanfälle überstanden hab, bin ich gerade vom Einkaufen zurück. Ich habe die Zutaten für das morgige Essen geholt, aber dazu kommt morgen dann ein gesonderter Blogeintrag. Als ich noch einmal zum Mediamarkt gefahren bin, um eine leere Kartusche für meinen Laserdrucker abzugeben, sah ich auf einmal eine Horde von ca. 100 Teenies, wie sie eine Traube bildeten. Klarer Fall - Autogrammstunde. Die vermehrte Anzahl von Silbermond-Fan-T-Shirts ließ keine weiteren Fragen offen.

    Und da ich noch ein Fotoalbum kaufen wollte, bin ich dann gleich noch in den Mediamarkt rein. Am besten das nächste Mal mit verbundenen Augen. Fotoalben stehen in der Fotoabteilung und dort prangte ein Riesenschild:

    Canon EOS 350D für 599,- Euro

    Im Bundle mit Objektiv. Das Objektiv entpuppte sich als ein Sigma 18-55mm. Naja! Und Speicherkarte lag auch keine bei. Einen Moment hab ich gezögert und bin schnell zu den Fotoalben weiter. Kleine Nebenbemerkung: Es ist schon eine Frechheit, was für Fotoalben mit schwarzen Seiten für Preise verlangt werden! Kann mir jemand mal erklären, wie ein Preisunterschied von 7-8 Euro zwischen weißen und schwarzen Seiten zustande kommt?

    Also ein Fotoalbum geschnappt und noch ein paar Negativhüllen für Filmstreifen und schnell zur Kasse. Ungünstigerweise liegt da aber noch die CD-Abteilung auf dem Weg. Ein kurzer Blick genügte - die "Strange little girls" von Tori Amos ist mittlerweile auch heruntergesetzt und gibt es bei amazon noch günstiger :P Einen kurzen Moment hab ich dann auch noch vor "M" wie Massive Attack gestanden - die "Eleven Promos" für 12,99€. Aua... Nichts wie weg hier und ab nach Hause.

    Hier wartet Arbeit, also fange ich gleich mal damit an. Dieses Wochenende will folgendes erledigt werden:

    • Webseite erweitern (erstmal nur bei mir auf dem Rechner)
    • Keller aufräumen (Kartons usw. entsorgen)
    • die gesamte Wohnung mal wieder sauber machen
    • Blumenerde nachfüllen
    • Fraktale rechnen
    • Fotos einkleben

    Ich werde also erstmal damit anfangen, die Einkäufe wegzuräumen und dann mache ich im Keller weiter. Zuvor natürlich noch schnell ein Update auf der Fraktalseite.

  • Es wird dunkel

    Heute mittag gegen 12:45 Uhr wird es wieder soweit sein - Eine Sonnenfinsternis kommt, aber kaum nach Deutschland. In diesem Fall gilt - je südlicher, desto besser. In NRW wird die Bedeckung ca. 25%, in Frankfurt/Main ca. 30% und in München ca. 37% betragen.

    sonne

    Der Kernschatten des Mondes beginnt seine Wanderung in Brasilien, überquert den Atlantik, geht durch Afrika, wird die Türkei und danach Georgien, Russland und Kasachstan durchqueren, bis er zum Schluss die Mongolei streift. Hier eine schöne Animation von den Wikipedia-Seiten.

    SoFi
  • Lasset dichten

    Was habe ich mich heute über den Gedichtgenerator amüsiert... Hier zwei Meisterwerke aus seiner Hand...

    Lebewohl dem Leser

    Die Göttin höre.
    Sie höre und sie gehöre!
    Ach Speedy, verehrtes Wesen du,
    Wie selten dumm erscheinen uns die Welten.
    Der Herbst verweht,
    Es hören die käsigen Noten,
    Und selbst die Götter bleiben fern.

    Denkende Verstärker für Speedy

    Verstärker denkt euch rein
    Rein und allgemein
    Oh Verstärker
    Verstärker für Speedy
    Ihr denkt nicht das Konzert
    Doch denkt euch das Nachricht
    Ihr Verstärker, ihr Allgemeinen

  • Ein schlimmer Tag für die Literatur...

    Wie ich gerade gelesen habe, ist heute Stanislaw Lem im Alter von 84 Jahren verstorben. Lem wird vielen, wie auch mir, als SF-Autor bekannt gewesen sein. Weniger bekannt sind seine Arbeiten auf dem Gebiet der Philosophie, wo er die evolutionäre Entstehung von künstlicher Intelligenz mit der nach Darwin vergleicht.

    Mir bekannt war Stanislaw Lem hauptsächlich durch zwei Werke:

    pilot_pirx
    robotermaerchen

    In meiner Kindheit habe ich sehr oft die Geschichten des Piloten Pirx gelesen. Am besten hat mir nach wie vor die Geschichte des "irrsinnigen Bades" gefallen. Beim irrsinnigen Bad ging es darum, dass man in einen Wasserbehälter gelegt wird, der solange erwärmt wird, bis man die Wassertemperatur nicht mehr spürt. Weiterhin wird soviel Salz in das Bad gelassen, dass man im Wasser schwebt. Zum Atmen hat eine Wachsmaske auf, aus der Röhrchen ragen, damit man Luft bekommt. Ziel des Bades ist es so lange wie möglich regungslos zu verharren. Und in diesen Zustand wird Kadett Pirx versetzt und beschreibt, wie es anfänglich unter der Maske krabbelt, aber er nicht kratzen will, weil das Punktverlust bedeutet. Ihm gehen dabei die irrsinnigsten Gedanken durch den Kopf. Ich habe die Geschichte schon sehr lange nicht mehr gelesen, hab aber noch in Erinnerung, dass er im Wasser dahindämmert, um dann "aufgeweckt" zu werden und festzustellen, dass er länger als jeder andere im Bad verbracht hat.

    Und die Robotermärchen habe ich mal bei einer Lesung gehört. Sie hatten etwas an sich, dass sie liebenswert machte, sowohl sprachlich, als auch inhaltlich. Es waren halt Märchen. Von, für, mit und/oder über Roboter(n)...

  • Deutschland und seine Behörden

    Heute: Frage und Antwort

    Abgeordnete des Bundestages haben die Möglichkeit, schriftlich Fragen an die Bundesregierung einzureichen, die dann von einem Mitarbeiter des jeweiligen Ressorts (z.B. Bundesministerium des Inneren) beantwortet wird. Dort werden zum Teil Fragen gestellt, wo man sich fragt, womit sich die Leute den ganzen Tag beschäftigen.

    So fragt Gisela Piltz (FDP):

    Wird der Bund Deutscher Karneval e. V. (BDKV) mit öffentlichen Mitteln des Bundes gefördert, und wenn ja, in welcher Höhe?

    Angesichts dieser Frage ist man schon dazu geneigt "Ja" zu sagen, aber in diesem Fall war es ein eindeutiges "Nein". Eigentliche Ursache für diesen Beitrag war aber die nächste Frage. Gestellt von Birgit Homburger (FDP):

    Trifft es nach Kenntnis der Bundesregierung zu, dass gesetzliche Krankenkassen die Praxiszulassung von Physiotherapeuten von mindestens 2,50 m Raumhöhe abhängig machen, und wenn ja, wie bewertet die Bundesregierung dies?

    Ich bin beruhigt, dass sich alle Menschen, die ca. 2,50m groß sind keine Sorgen machen brauchen, sich bei einem in Deutschland zugelassenen Arzt den Kopf zu stoßen. Damit das auch weiterhin gewährleistet ist, enthielt die Antwort auch "Die Bundesregierung sieht keine Veranlassung, diese Forderung grundsätzlich in Frage zu stellen, hält aber eine flexible Anwendung für geboten [...]". Nein, ich finde man sollte diese Regelung beibehalten und vielleicht sogar noch um eine Normierung für Türhöhe und -breite ergänzen :crazy:

    Wem das alles zu unglaubwürdig klingt, der kann dies gern in den Dokumenten des Bundestages nachlesen.

  • Der Frühling kommt...

    Aber ganz gewaltig. Anfang letzter Woche hieß es im Wetterbericht noch, dass es morgen schneien soll. Ein Blick auf den aktuellen Wetterbericht spricht eine andere Sprache: +18°C. Und damit verbunden für die Bergregionen in Sachsen: Unwetterwarnungen wegen starkem Regen und Tauwetter.

    Ich hoffe, daran ändert sich jetzt auch nichts mehr, denn ich werde übermorgen mein Auto zur Durchsicht schaffen. Bei der Gelegenheit gibt es gleich eine neue TÜV/ASU-Plakette und die Sommerreifen. Damit nicht genug, fiel mir doch vorhin ein, dass im März immer die Kfz-Steuer fällig ist. Teures Hobby :roll:

    Ein Blick in mein Wohnzimmer bestätigt... es sieht so leer aus! Mich hat die letzten Tage/Wochen/Monate immer gestört, dass sich mittlerweile die Bücher fast meterhoch stapeln. Also habe ich ca. 50 Bücher aus dem Wohnzimmer ins Schlafzimmer verfrachtet und die dort ansässige DVD-Sammlung umgelagert. Eine ganze Regalreihe nimmt dabei meine Wüstenplanet-Kollektion ein. Mittlerweile haben sich 14 Bände angesammelt und ich bin schon zwei im Rückstand :oops: Aber an erster Stelle steht jetzt erstmal die Aufarbeitung der Zeitschriften. Also werde ich mich jetzt in Bett verkrümeln und noch ein wenig lesen...

    Gute Nacht :wave:

  • 50 Jahre Pop, die xte

    Heute nachmittag klingelt es und mir wurde vom gelben Riesen ein Päckchen überreicht und ich konnte mich über vier neue Jahre Musik freuen, diesmal 1961, 1981, 1992 und 2003. Ein kurzer Blick auf die Titelliste zeigte mir, dass mich folgende Klassiker erwarten:

    • Dion - The Wanderer
    • Ben E. King - Stand by me
    • R.E.M. - Drive
    • Snap - Rhythm is a dancer
    • Eric Clapton - Tears in heaven
    • Stereo MC's - Connected
    • Die Doraus und die Marinas - Fred vom Jupiter
    • Outkast - Hey ya!
    • Wir sind Helden - Denkmal

    Gerade bei den 60ern und 70ern staune ich immer wieder, wie viele Titel ich kenne, deren Interpret und Titel mir anfangs überhaupt nichts sagen...

  • MySQL + PHP

    Eine Aufgabe für dieses Wochenende war es, meinen Linux-Rechner soweit zu bekommen, dass er PHP- und MySQL-fähig wird. Also fing ich mit der einfacheren Aufgabe an: Installation des Apache und des PHP-Aufsatzes. Unter SUSE alles kein Problem - Pakete im YAST auswählen und schon ist (fast) alles fertig. Nach dem Installieren ging es also nur noch darum, den Apache zum Laufen zu bekommen. Kurz gegoogelt - die Lösung lag im Runlevel-Editor, wo man den Dienst des Apache automatisch mit dem Hochfahren starten lassen kann. Also fix den Dienst gestartet und schon meldete sich der Apache bei einer Browserabfrage. Nun baute ich fix eine PHP-Testseite und schon spuckte mir das PHP seine Konfiguration aus...

    phptest

    Danach machte ich mich an die MySQL-Installation. Die Pakete hatte ich gleich mit dem PHP installiert und den Dienst aktiviert. Auf meine Kommandozeilenabfragen meldete sich dann auch gleich der Server. Nur wenn ich mich mit dem SQL-Client verbinden wollte, meldete der Server immer "Permission denied". Auch als root führte da kein Weg rein :roll: Als ich vorhin meine Eltern besuchte, machte ich einen Spaziergang, natürlich nur mit musikalischer Untermalung. Und auf einmal ging es mir auf: Betriebssystemnutzer sind nicht automatisch Datenbanknutzer! Gut - das variiert von Datenbank zu Datenbank, aber bei MySQL ist es offensichtlich auch nicht so. Also warf ich schnell einen Blick in das Referenzhandbuch von MySQL und innerhalb von wenigen Sekunden verschaffte ich mir Zugriff zum DBMS. In dem Atemzug legte ich mir noch schnell eine Datenbank an und nun fehlt mir nur noch das Buch, mit dem ich PHP und MySQL unter einen Hut bringe...

    mysql

  • Riesenbestellung

    Das Gute bei Amazon ist: solange Bestellungen noch nicht versandt sind, kann man sie zusammenfügen. Und besonders, wenn der Auslieferungstermin näher rückt, lohnt sich das Ganze. Ich hab ja immer noch eine Bestellung offen, die Ende März versandt werden sollte und habe das jetzt zu einer Riesenmonstermegafettensuperduperbestellung zusammengefügt...

    traumzauberbaum Der Traumzauberbaum - den hatte ich damals auf Schallplatte. Eigentlich für Kinder gedacht, aber jeder den ich kenne, der sie auch als Kind hatte, hat sie jetzt als CD zuhause im Schrank stehen. Mein Lieblingslied - Das Bächlein...
    Vasarely Portfolio - Die Portfolios habe ich schon von M.C. Escher und H.R. Giger und hab mich riesig gefreut, auch endlich eins mit den Werken von Vasarely zu haben. vasarely
    origami Modern Origami - Nachdem ich auf Shankys Blog einige seiner Origami-Arbeiten sah, fragte ich ihn nach Vorschlägen zu Origami-Büchern. Er schlug mir dieses vor. Mittlerweile warte ich seit Ende Januar auf das Buch...
    Tori Amos - Scarlet's walk - Ist gerade im Angebot und ich komplettiere damit meine Tori-Sammlung. Jetzt fehlt nur noch "Strange little girls". scarlettswalk
    mysqlphp MySQL/PHP-Datenbankanwendungen - Nachdem ich gestern verzweifelt auf der Suche nach einem Buch war, hab ich mich für die Empfehlung von Loni entschieden.
    Monolake - Polygon cities - Eine Amazon-Empfehlung a la "Andere Kunden kauften auch..." Diesmal hat es geklappt. Den zugehörigen Text in der de-bug habe ich letztes Wochenende gelesen, brauchte ich aber nicht mehr - da stand sie schon auf dem Wunschzettel... monolake
    musicvideoart Music Video Art - Ich muss zugeben, ich hab eine Schwäche für gut gemachte Musikvideos. Und wenn der Song noch so schlecht ist, ein Musikvideo kann es echt wieder herausreißen. Bestes Video auf dieser DVD: Cylob - Rewind.
    Kraftwerk - Minimum-Maximum - Ich bin auf dem Konzert gewesen, wo Kraftwerk spielten. Sämtliche Klassiker wurden gespielt und finden sich hier auf dieser Doppel-CD wieder... kraftwerk_live
    meds Placebo - Meds - Einige schimpfen, es sei nicht neues. Andere sagen, es wäre genial. Bleiben wir doch mal bei Tatsachen: ein neues Placebo-Album = Pflichtkauf ;) Und die Songs, die ich bis jetzt gehört habe, sind richtig gut!
    Wir sind Helden - Von hier an blind - Mein Soundtrack zum Urlaub im letzten Herbst und dann der Titel "Wenn es passiert"... helden
    acoustica Alarm will Sound plays the Aphex Twin - Ich warte seit Ende Januar auf diese CD und kann es langsam nicht mehr erwarten...

    Wer jetzt denkt: Na der muss doch einen an der Waffel haben so viel Geld auszugeben - Irrtum! Ich hab einen Gutschein von Freunden zum Geburtstag bekommen (lang, lang ist's her) und der wurde bei der Bestellung eingelöst.

  • Ein PHP-Buch...

    Mit meinem Webspace von http://www.fraktalgrafik.de hab ich auch gleichzeitig die Unterstützung von PHP und MySQL gewonnen. Wollte ich auch so! Also suche ich jetzt nach einem guten Buch die mir einen professionellen Einstieg zu PHP/MySQL ermöglichen. Da ich ein fertiges System nutze, möchte ich keine Installationstipps und als Programmierer brauche ich auch keine Einleitung im Aufbau von HTML. Von daher fielen alle Bücher aus dem Hause Markt+Technik, PHP für Dummies etc. aus. Bücher, die sich professionell nannten waren auch professionell, für Leute, die bereits PHP anwenden. Auch ein Fehlgriff. Also kamen folgende Bücher in die engere Auswahl...

    addision_php PRO:
    Wie alle Addison-Wesley-Bücher kommt auch dieses Buch schnell dahin, wo man möchte. Alles ist kurz und übersichtlich erläutert.

    KONTRA: Leider benötige ich kein Buch, dass mir erklärt, wie SQL-Statements formuliere und wo die Abhandlung von PHP und das Auslesen von MySQL-Abfragen nur ein Viertel des Buches ausmacht.

    franzis_php PRO:
    Fängt genau da an, wo ich es brauche. Das Inhaltsverzeichnis ist lang, bietet aber gleichzeitig die Befehlsübersicht, die ich suche. Alles wird an Code-Ausschnitten erklärt. Ich hatte beim ersten Durchblättern den Eindruck, dass nichts zuviel und zuwenig ist.

    KONTRA:
    Man kann bzw. muss zwei Seiten auf einmal lesen. Das Buch ist ca. 4cm dick und enthält über 1000 Seiten. Sprich - das Papier ist äußerst fadenscheinig und damit ist das Buch als Arbeitsmittel und Nachschlagewerk ungeeignet.

    oreilly_php PRO:
    Bringt es auf den Punkt, genau wie ich es wünsche und enthält sogar als Beispiel einen Webshop, der Schritt für Schritt erklärt wird. Außerdem mag ich das Design der O'Reilly-Bücher (Aber das nur nebenbei)

    KONTRA:
    Das einzige Buch ohne CD. Man kann sich zwar die Listings herunterladen, aber mir wäre eine CD lieber. Macht sich schöner, wenn man einen Quelltext mal schnell im Editor öffnen will.

    Nun ja, ich werde mal eine Nacht drüber schlafen, vielleicht bin ich heute einfach zu kritisch. Obwohl es ja nicht so schwierig sein kann, wenn ein Buch folgendes als Inhalt hat:

    • keine Installationstipps (und wenn dann nur im Anhang)
    • einen kurzen Einstieg in PHP
    • eine Befehlsreferenz für schnelles Nachschlagen
    • Anbindung und Arbeit mit einer MySQL-Datenbank
    • Schrittweises Aufbauen eines komplexen Beispiels, wie z.B. Kundenverwaltung, Webshop o.ä.
    • Quelltexte als CD

    Nachdem ich das Angebot jetzt in etwa kenne, werde ich nochmal einen genaueren Blick bei Amazon reinwerfen - deren Angebot ist einfach größer...

  • Männer am Rande des Zusammenbruchs (2)

    Raubkopierer sind Verbrecher!

    Den Spruch hat wohl nun mittlerweile jeder schon mal gehört. Und genau darum drehte sich heute unser Frühstücksgespräch. Der Kollege aus Leipzig meinte dazu eingangs, dass es doch falsch wäre. Denn erstens ist Raub im juristischen Sinne Diebstahl unter Androhung körperlicher Gewalt (man möge mich korrigieren, wenn das falsch ist!) und zweitens spricht man erst ab einem bestimmten Strafmaß von einem Verbrechen, vorher wäre es sonst ein Vergehen. Deshalb muss der politisch korrekte Spruch lauten:

    Diebstahlkopierer sind Vergeher!

    Des weiteren stellten wir fest, dass der Satz ja nur Sinn ergibt, wenn es denn wirklich ein Raub wäre. Also stellten wir folgendes Szenario auf:

    Man begebe sich schwer bewaffnet mit einem Stapel Rohlinge unterm Arm in den nächsten Mediamarkt, postiere sich vor dem nächsten Angestellten und drohe ihm an: "Du kopierst mir sofort die neue CD von xxx (<-- Künstler deiner Wahl), soooonst....".

    Äußerst realistisch, oder? Um den Aufwand zu betreiben, geh ich doch lieber gleich hin und kauf mir die CD. Zumal die Musik, die ich höre, sowieso kein anderer hat. Hab ich da eine andere Wahl...

  • Fast forward! No rewind!

    Erinnern wir uns an das Jahr 1963 - Sony weigert sich Lizenzgebühren für die Kassette an Philipps zu zahlen. Und hat Erfolg. Zwei Jahre später hat sich die Kassette, wie wir sie in Erinnerung haben, zum Standard entwickelt. Hätte Sony 1992 das Gleiche mit der MiniDisc erlaubt, wäre die MD heute auch Standard und vielleicht hätte sich MP3 garnicht so sehr etabliert. Denn das ATRAC-Format von Sony enthält letztendlich nichts anderes, wie MP3 auch - komprimierte Audiodaten.

    Aber zurück zur Gegenwart. MP3-Player überall und auch dazwischen immer wieder ein schicker iPOD. Die Kassette hat längst ausgedient. Wenn es da nicht ein paar Leute gebe, die der Meinung sind, mit ihren alten Kassettenrekordern noch etwas sinnvolles anfangen zu wollen. Deswegen gibt es das Rekorderrennen.

    Prinzip

    Das Prinzip ist ganz einfach:

    1. Kassette raus
    2. Motor tunen
    3. Räder anschrauben
    4. Spulen!

    Für das Tüfteln ist noch bis zum 27. Mai Zeit, denn dann ist Anmeldeschluss. Statt findet das Ganze dann am 3. Juni in der Phönixhalle in Dortmund.

    Update: Ein Blick ins Gästebuch offenbart einiges. Manche Tüftler denken daran, Doppelkassettendecks einzusetzen, um beide Motoren nutzen zu können. In diesem Sinne: MEHR POWER :))

  • Überlebens... RADAR!

    ohne weitere Worte... ich mag keine Werbung, aber das ist einfach gut gemacht.

    GermanCoastGuard

    :)) :)) :))

  • Hin- und hergerechnet

    Schon seit längerem nehme ich mir vor, statt mit dem Auto mit dem ÖPNV auf Arbeit zu fahren. Das dauert zwar ein wenig länger, aber ich kann in Ruhe lesen und ich kann zusätzlich Musik hören, gelegentlich aus dem Fenster sehen und die Stadt beobachten. Neben all diesen Vorteil habe ich auch mal eine Hochrechnung gemacht: Ich spare rund 2 Euro am Tag, wenn ich mit Bus und Bahn fahre. Deshalb habe ich jetzt ein neues Haustier - die Else ;)

    kuh_else

    Und damit Else nicht hungern muss, gab es heute gleich das erste Geldstück. Aber warum der ganze Zirkus? Zum einen, weil ich schon seit längerem wieder auf den ÖPNV umsteigen will, es ist halt entspannender und zum anderen, weil die ganze Sparerei auch ein Ziel hat...

    ultra_fractal

    Und ich denke dafür lohnt es sich ;)

  • Mal genau hingehört

    Momentan fällt es mir schwer, mich zu konzentrieren, da den ganzen Vormittag in der Küche unter mir gebohrt, gesägt und gemeißelt wird. Und das gerade wo es sich bei diesem Artikel um Hörgewohnheiten drehen soll. Da ich diesen Artikel schon am Wochenende schreiben wollte und gestern ein Interview in der de-bug gelesen habe, wird es jetzt höchste Zeit.

    Angefangen hat also alles letztes Wochenende als ich mir von meiner Tonträgerverwaltung eine zufällige Platte ausgeben ließ und ich es als keine schlechte Idee empfand, doch mal wieder eine Platte aus meinem Bestand klassischer Musik zu hören. Nachdem meine Oma sich einen CD-Player gekauft hatte, wurde ihre gesamte Plattensammlung überflüssig und bevor sie im Müll oder in einer Bibliothek landet, habe ich mich ihrer angenommen und in einem langwierigen Prozess alles aussortiert, was nicht meinem Geschmack entsprach und somit blieben ungefähr 50 Platten übrig, von denen ich Beethovens 2. und 9. Sinfonie auflegte.

    Während die erste Seite durchlief fühlte ich mich ein wenig genervt und versuchte herauszufinden, worin das seine Ursache hat. Also hörte ich genauer hin und wenige Augenblicke später wurde mir klar, woran es lag. So viele Instrumente auch parallel gespielt werden und so vielschichtig auch immer die Komposition sein mag, ein Klavier bleibt jedoch immer ein Klavier und eine Violine wird auch immer wie eine Violine klingen.

    In dem vorhin erwähnten Interview entnahm ich eine ähnliche Aussage von Sascha "Bleed" Kösch:

    Ich habe noch nicht eine Rockband gefunden, die mit Gitarren in irgendeiner Art und Weise etwas gemacht, was ich nicht bis zum Erbrechen schon gehört habe.

    Natürlich ist es für Experten möglich kleine Nuancen herauszuhören, die durch unterschiedliche Orchester, Dirigenten und Instrumente bei einem klassischen Stück erreicht werden. Jedoch hat seit der Zeit eine gewaltige Entwicklung statt gefunden, die über Stockhausens Manipulation durch elektronische Geräte bis zur heutigen Zeit, in der Synthesizer vollständig durch Software abgebildet werden können, was auch zur Spezies der Laptop-Künstler führte.

    In dieser Zeit haben sich auch gewaltige Änderungen in den Hörgewohnheiten vollzogen, wie ich sie auch wie oben beschrieben, festgestellt habe. Für mich ergibt sich der Klang weniger durch Note und Instrument, als eher durch Note und dessen Manipulation, da elektronische Klänge ja nicht allein durch das Instrument, sondern auch durch dessen Nachbearbeitung wie Filter und Oszillatoren erzeugt werden.

    Ich kann mich noch an die Vorlesung in Softwareentwicklung erinnern, wo unser Professor sich negativ über die Einfallslosigkeit elektronischer Musik äußerte und sie auf das allseits beliebte "bum-bum" beschränkte. Natürlich hat kann man ihm seine Meinung nicht verübeln, wenn man die "Musik" hört, die sich durch den Äther quält und Techno schimpft. Zum Glück sind diese Zeiten vorüber und man darf gespannt sein, in welche Richtung sich die elektronische Musik weiter entwickelt.

    Durch den enormen technologischen Fortschritt entwickelte sich auch die elektronische Musik rasend schnell und schaffte es schnell sich in viele verschiedene Richtungen zu zersplittern ohne dabei den Kontakt zur nächsten Gruppe zu erhalten. Statt dessen blieb jeder in seiner Nische und versuchte durch Mischungen mit genrefremden Stilen, seine Richtung weiter zu entwickeln. Die Zukunft wird aber wohl wieder darin liegen, über den Tellerrand zu schauen und den Kontakt mit anderen Gruppen wieder herzustellen. Oder um es abschließend mit Jan Werner von Mouse on Mars zu sagen:

    Und ich bin mir ganz sicher, dass das von jemandem kommen wird, der sich eben nicht ständig mit der Entwicklung der elektronischen Musik beschäftigt. Das wird ein Quereinsteiger sein. Ein kreativer Tabubruch. Jemand, der skrupellos cool daherkommt und sagt: "Diese Sache kann man auch ganz anders sehen."

  • Fraktale und Kalender

    Die letzten Tage und Wochen habe ich sehr viel von meiner Zeit in mein Fraktalkalender-Projekt gesteckt. Das Ergebnis wird letztendlich unter http://www.fraktalgrafik.de käuflich zu erwerben sein.

    fraktal_small

    Bis dahin ist aber noch einiges zu tun. Als erstes müssen aus den 30 Fraktalen die entstanden sind, die schönsten ausgewählt werden. Dazu habe ich ein Gewinnspiel ins Leben gerufen, sodass sich alle an der Auswahl beteiligen können. Nach Ablauf des Gewinnspiels wird der Gewinner bekannt gegeben und die Fraktale in Großformat berechnet. Dann werden die Grafiken an den Drucker geschickt und ungefähr eine Woche später habe ich dann druckfrische Kalender...

  • Was ist denn da los?

    Ich hab heute nachmittag mal meine Wunschzettel bei amazon.de durchgearbeitet und mal in die Empfehlungen reingehört und entdecke plötzlich folgendes:

    hochzeit

    Hochzeitsliste? Was hat sich amazon denn dabei gedacht? :??:

  • Kaffeezeit

    Ob Kaffee gesund ist, da sind viele geteilter Meinung. Historisch ist auf jeden Fall folgendes belegt: König Gustav III. war der Meinung, dass Kaffee sehr schädlich ist. Also nahm er zwei Häftlinge, die zum Tode verurteilt waren und befahl, dass ein Häftling ab sofort nur noch Kaffee trinken soll und der andere zum Vergleich Tee. Den beiden "Glücklichen" wurde jeweils noch ein Mediziner zugeordnet, die den "Verfall" protokollieren sollten.

    Und was geschah? Als erstes starb der eine Mediziner, danach der andere. Schließlich wurde König Gustav III. ermordet und den Gefangenen wurde weiterhin Tee und Kaffee zu trinken gegeben. Belegt ist, dass der Teetrinker im Alter von 83 Jahren starb. Wie alt der Kaffeetrinker wurde, ist jedoch nicht belegt, er hat aber alle überlebt.

    So schädlich kann also Kaffee garnicht sein. Und wer der Meinung ist, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht, ist auch auf dem Holzweg. Oder kennt jemand einen Fall, dass einer nach zuviel Kaffee dehydriert vom Stuhl gefallen ist? ;)

    Dem Kaffee wird laut wissenschaftlichen Untersuchungen folgende Wirkung zugesprochen: Vorbeugung von Parkinson, Alzheimer und chronischen Lebererkrankungen. Eine Untersuchung hat auch ergeben, dass Frauen, die sechs Tassen Kaffee am Tag tranken, ein 70% geringeres Risiko hatten, an Brustkrebs zu erkranken. Auch enthält Kaffee (bezogen auf den Speiseplan eines US-Amerikaners) 10 mal mehr Antioxidanzien als er durch Obst und Gemüse aufnimmt.

    Also darauf muss ich mir jetzt mal eine Tasse genehmigen...

    Quelle: [Spiegel]

  • Wer kennt Jakob Maria Mierscheid?

    Wer kennt schon alle Mitglieder des Bundestages? Und wer kann dann noch alle Personen, die dort sitzen, Parteien zuordnen? Wem würde in der Gesamtliste auffallen, wenn sich ein schwarzes Schaf untergemogelt hat?

    Wem fällt da schon ein Jakob Maria Mierscheid auf, der seine Brille offensichtlich nicht einem namhaften Brillenanbieter, als eher einem Zeichenprogramm verdankt. Und da fällt es auch nicht auf, dass Herr Mierscheid mittlerweile seine 4. Legislaturperiode im Bundestag verbringt, zumindest auf der Webseite des Bundestages. Sehr erwähnenswert ist in seiner Biografie die 1967/68 erschienene Serie "Die Reiseroute der geringelten Haubentaube und ihre Flugeigenschaften" im Zentralorgan der Brieftaubenzüchter :))

    Seit seiner Teilnahme hat Herr Mierscheid einige Schreiben veröffentlicht, darunter das sogenannte Mierscheid-Gesetz, dass besagt, dass der Stimmenanteil der SPD abhängig von der Produktion des Rohstahls ist - Ausreißer und Abweichungen ausgenommen.

    Fazit: Politik kann auch Spaß machen!

  • Krank + Urlaub

    Die letzten Tage und Wochen habe ich immer wieder gemerkt, dass ich die letzte Erkältung nicht ganz auskuriert habe. Und diese Woche kam dann der Rückfall. Gestern mit Halsschmerzen und heute habe ich mich mit triefender Nase und Gliederschmerzen rumärgern dürfen. Ein Erkältungsbad hat mir vorhin etwas Kraft zurückgegeben, aber ich werde trotzdem den Rest der Woche nutzen, um vollständig zu gesunden.

    Aus diesem Zweck habe ich den Rest der Woche frei genommen. Also werde ich die Zeit nutzen, um etwas zu lesen und neue Fraktale zu berechnen. Und mit diesen Worten verkrieche ich mich jetzt ins Bett...

    Gute Nacht :wave:

  • Information durch Musik

    Am Sheridan Institute of Technology findet läuft gerade ein hochinteressantes Projekt. Es trägt den iSIC und hat folgenden Hintergrund:

    iSIC steht für Information Music. Ziel ist es Administratoren komplexer Rechnersysteme in kürzester Zeit über den aktuellen Stand ihres Serverparks zu informieren. Verschiedene Prozesse werden dabei durch unterschiedliche Instrumente abgebildet. Was für den normalen Anwender als sanfte Hintergrundmusik erscheinen mag, wird für den geübten Administrator zur Informationsquelle über den Zustand der Rechnersysteme.

    So muss der Operator nicht permanent System überprüfen, es reicht, wenn er einen Moment der Musik seine Aufmerksamkeit schenkt. Interessant sind auch die Soundbeispiele, welche Instrumente welchen Ereignissen zugeordnet werden und wie das System im Einsatz klingt.

  • Zum hier essen oder mitnehmen?

    Heute mal neue Tapete für den Desktop. Irgendwie war mir nach was Lustigem zumute. Ich denke, das passt! Sehr abstrakt gehalten und doch auf den Punkt gebracht (besonders die Sprechblasen). Ein Piktogramm sagt manchmal mehr als tausend Worte. deviantART sei Dank!

    burger

    Die Aliens erinnern mich sehr an Kang und Kodos (für Nicht-oder-selten-Simpons-Gucker: Das sind die Alien in den Halloween-Folgen). Apropos Simpsons: Unbedingt diesen Film ansehen (Gestern entdeckt bei moritzmotte)!

  • Mein Beitrag...

    Bei dirPET bin ich darüber gestolpert, dass Invertido bis heute (03.03.) 12:57 mehr Katzen-Content auf Weblogs fordert. Na dann werde ich mal meinen Beitrag leisten.

    sunny

    Zur Erklärung: Das ist Sunny, ein Kater einer Bekannten, der am 01.03.2006 wegen Cardiomyopathie gestorben ist :(

  • Magierseminar

    Magier

    Entgegen dem üblichen Wochenablauf heißt es für mich morgen ein bißchen länger schlafen. Dann geht es ab zum Lehrgang, um zu lernen, wie man sein Orakel befragt. Bis zum Nachmittag werde ich mich mit Beschwörungsformeln befassen, mit denen ich das Orakel schneller und effektiver beschwören kann. Außerdem bekomme ich einen kurzen Überblick über die Sprachen, mit denen man sein Orakel befragen kann.

    Wem das alles suspekt ist, hier die Übersetzung. Ich bin morgen zum Seminar für Oracle Developer. Dort werden anhand der 10g erläutert, wie man darauf zugreifen kann (PHP, JDBC). Weiterhin werden Abfragemöglichkeiten im SQL vorgestellt (z.B. reguläre Ausdrücken) und schließlich werden noch Tipps für PL/SQL gegeben und Packages zum Monitoring, Tuning und Debugging erläutert.

  • Die Kleinen und die Großen

    Es ist der Lauf der Dinge. Aus interstellarem Staub bilden sich Sterne, die Sterne gehen dahin und hinterlassen ihre Überreste im All. Vielleicht ist noch genug übrig, um einen neuen Stern zu bilden, vielleicht mit Planeten. Und das geht unbarmherzig schon seit Milliarden von Jahren so.

    Und wenn wir in einer klaren Nacht zum Himmel aufschauen, sehen wir abertausende von diesen Sternen strahlen. Und dann fragen wir uns: Woraus besteht das Zeug überhaupt? Und schon sind wir bei Molekülen, Atomen und Elementarteilchen angelangt. Verstehen wir die Elementarteilchen, weil wir die Himmelkörper beobachten? Können wir das Universum verstehen, wenn wir Atome in Teilchenbeschleuniger fusionieren und spalten?

    elementarteilchen

    Vielleicht erfahre ich bei dem Vortrag ja mehr? ;)

  • Hardware-Hardcore

    Ich bin heute leicht entnervt nach Hause gekommen, schaltete den Rechner an und machte mich daran, mal eine Datensicherung zu machen und das 60-MB-Bild von der Hubble-Seite herunter zu laden. Als ich dann noch nebenbei eine Mail lesen wollte, geschah es - mein Windows war festgefahren.

    Die erste Reflexreaktion: RESET! Windows fährt hoch und meldet plötzlich "eingeschränkte Netzwerkkonnektivität"! Nochmal alle Einstellungen geprüft, Neustart veranlasst - und immer noch das Gleiche. Kein Problem, denn ich habe ja einen Router, der auch meinen Linux-Rechner online bringt. Also den nächsten Rechner hochgefahren und ich mußte feststellen, dass die "Connection refused" wurde.

    Alles deutete auf ein Netzwerkproblem hin. Aus Erfahrungsgründen konnte es mehrere Gründe geben: Fehler im Zugriff auf den Einwahlserver, Netzwerkkartenproblem, Routerproblem. Also simpelster Versuch: Auf dem Router via Webinterface einloggen. Windows weigerte sich, Linux weigerte sich. Die sicherste Methode vor dem harten Reset des Routers schien mir erstmal ein komplettes Aus zu sein. Alle Rechner ausgeschaltet und von der Stromversorgung getrennt.

    Nachdem ich wieder den Strom angeschalten hatte und den Windowsrechner hochfahren wollte, meldete sich das BIOS: "Overclocking failed" 88| Dunkle Erinnerungen an mein zerschossenes Mainboard kamen mir wieder in den Sinn. Also schnell ins BIOS, Einstellungen gespeichert und Rechner neu gestartet. Der machte sich jetzt brav ans Werk Windows zu starten, nur Windows war nach wie vor nicht der Meinung, eine Netzwerkverbindung zu haben. Also half nur der harte Reset am Router. Kein Problem, das hab ich schon mal gemacht. Nur fand Windows immer noch kein Netzwerk. Also half nur eins, das Umlegen der Kabel, damit ich eine DialUp-Verbindung via PPPoE einrichten konnte. Alles eingerichtet, nur eins ging nicht - Windows weigerte sich, einen Einwahlserver zu finden. In meiner Verzweiflung startete ich wieder neu und siehe, ich war wieder online. Ich konnte die Netzwerkkarte also als Störquelle ausschließen.

    Wieder ermutigt, zog ich erstmal alle Kabel vom Router ab und gab ihm nochmal eine ordentliche Ladung RESET ;) Danach schloss ich alle Kabel wieder an, bootete (wieder mal) neu und plötzlich war alles in Ordnung, sprich ich konnte via Webinterface auf den Router zugreifen. Nun mußten nur noch alle Daten wieder eingegeben werden und ich war wieder onlinefähig.

    Nur eine Frage blieb: Warum bitteschön macht der Router schlapp, wenn der Windowsrechner abstürzt? :crazy:

  • What the bleep...

    Freitag abend waren wir zu "What the bleep do we (k)now?". Aus dem Kinoflyer wußte ich: der Film geht knapp 2 Stunden und sollte eine Mischung aus Film und Dokumentation sein. Also bin ich erstmal völlig unvoreingenommen ins Kino und wartete ab. Und hier nun mein Urteil:

    Wer ein wenig Ahnung von Quantentheorie, Neuronalen Netzen und Biochemie hat, kann sich den Film schenken. Im Allgemeinen erinnerte mich der Film an die BBC-Dokumentationen, die gelegentlich im Fernsehen kommen. Sehr bunt und sehr populärwissenschaftlich. Doch nun der Film im Einzelnen.

    Bei dem Film werden zwei Handlungsstränge miteinander verknüpft. Zum einen der Film, bei dem Amanda, eine Fotografin, versucht mit ihrem Leben, ihrem Beruf, ihren Erinnerungen und ihrer nervigen Mitbewohnerin klarzukommen. Und zum anderen ist da die "wissenschaftliche" Erklärung.

    Begonnen wird mit der Quantenmechanik - Superpositionen, Beobachter usw. Dem Zuschauer wird klargemacht, dass die Realität sich nur so manifestiert, wie er es möchte, weil er der Beobachter ist. Aber was ist Beobachtung? Sehen, hören, fühlen, schmecken? Alles Prozesse im Hirn. Für das Hirn sind Erinnerungen und aktuell aufgenommene Reize das Gleiche. Also müssen es die Gedanken sein? Aber was sind Gedanken, hat sie schon jemand beobachtet und wer löst sie aus? In dem Moment begibt sich der Film in ein höchst spekulatives Gebiet, das Wissenschaftler und auch Religion nicht beantworten können. Aber in einer Zusammenfassung, die über eine halbe Stunde geht, wird dem Zuschauer klar gemacht, dass der Geist über die Materie regiert und das alles, was wir wahrnehmen und auch Verknüpfungen von Emotionen zu Ereignissen nur eine Illusion sind und das wir unseren Geist davon befreien müssen.

    Eine Erklärung dafür bleibt auch der Film schuldig, es wird einfach als gegeben hingestellt. Genauso gut könnte man sagen, Gott hat das Universum geschaffen - nachweisen kann es keiner, also nehmen wir es mal so an :crazy: So ein Blödsinn! Was mir wiederrum gut gefallen hat, war die Verantwortung. Entsprechend der Quantentheorie fallen die Quanten in den Zustand, wie sie erwünscht werden. Unser Gehirn neigt dazu Ereignisse als negativ zu interpretieren, wenn wir eine negative Erinnerung dazu haben. Unsere Verantwortung liegt nur darin nicht "positiv zu denken", sondern einfach positiv zu sein, auch wenn es schwer fällt ;D

    Um es mal am Beispiel des Films zu erläutern: Amanda heiratet und erwischt wohl kurz darauf ihren Ehemann inflagranti mit einer anderen Frau. Also war das Thema Hochzeit ein rotes Tuch für sie. Auf einmal bekommt sie den Auftrag, eine Hochzeitsgesellschaft zu fotografieren und ihre schlechten Erinnerungen tauchen wieder auf. Im Laufe des Film begreift sie, dass ihre Hochzeit und die Hochzeit auf der sie fotografieren soll, nichts miteinander zu tun haben und das ihr Unglück sich nicht zwangsläufig bei dem zu fotografierenden Ehepaar wiederholen muss.

    Und jetzt mein persönliches Urteil: Der Film ist eine halbe Stunde zu lang, am Anfang viel zu schnell und gegen Ende wird es immer spekulativer und langatmiger. Nervös zappelnde Wissenschaftler und altklug daher redende ...mh... Ethno-Theoretiker machen den Film zu einer Farce. Am sympathischsten fand ich noch die Quantentheoretiker, die wußten, wovon sie redeten und hinließen auch die Ausstrahlung, dass sie meinen, was sie sagen. Und - sie hatten Humor ;D

  • Wie man einen Donnervogel füttert!

    Bis dato hatte ich meine Feeds über blog.de verwaltet. Nachdem ich aber feststellen mußte, dass manche Feeds überhaupt nicht aktualisiert werden (es sei denn, ich klicke sie an), entschloss ich mich heute, meinen Thunderbird zu füttern ;) Bei der Gelegenheit stellte ich fest: Ich hatte zuhause noch die 1.0.7 zu laufen :oops: Also fix die neue Version heruntergeladen:

    thunderbird

    Status: Mailbox zurück erobert ;)

  • Vorgemerkt

    Für Freitag hab ich gerade mit meinem Arbeitskollegen vorgemerkt What the Bleep Do We (K)Now? Dieser Film ist eine Mischung aus Dokumentation und Film. In der Filmvorschau liest man folgendes:

    Die geschiedene Fotografin Amanda (Marlee Matlin) ist mit ihrem Leben nicht gerade glücklich. Deshalb stellt sie sich Fragen wie "Warum bin ich hier?", "Wo gehe ich hin?" und "Wer bin ich überhaupt?". Ein paar kluge Köpfe aus der Wissenschaft, die eine Antwort zwar auch nicht wissen, zumindest jedoch unterhaltsam darüber zu philosophieren und spekulieren verstehen, nehmen sich ihres Schicksals an.

    Radikal originelle Mischung aus (grenz-)wissenschaftlicher Dokumentation, Spielszenen und experimenteller Animation.

    what_the_bleep_do_we_know

    Klingt doch interessant! Außerdem zieht mich schon der Soundtrack magisch an. Dort liest man Namen wie Amon Tobin, William Orbit und Zombie Nation. Die Titelmelodie wurde von Christopher Franke komponiert, der sich als Mitglied von Tangerine Dream und Komponist für Filme und Serien, wie z.B. Babylon 5 einen Namen machte.

    Update: Hier die Webseite zum Film: http://www.whatthebleep.com/

  • Chosen Lords

    Eigentlich unüblich für Richard D. James: Er wirft ein Album auf den Markt, das eine Zusammenstellung ist, aber keine neuen oder unbekannten Titel enthält, damit die Fans, welche die Serie gekauft haben, auch garantiert noch das Album haben müssen. Wovon rede ich überhaupt: Von "Chosen Lords", einem Album von AFX, dass ich nicht brauche, weil es ausgewählte Tracks der Analord-Serie enthält (Wie der Titel ja schon vermuten läßt). Und die Serie hab ich komplett auf Vinyl daheim, sogar die limitierte Analord 10-Picture-Disc.

    chosen_lords

    Auf diversen Seiten findet man schon die Tracklists. Erscheinen soll das gute Stück Anfang April. Die Angaben schwanken zwischen 7.4. und 11.4.

    1. Fenix Funk 5 (5:00)
    2. Reunion 2 (5:07)
    3. Pitcard (6:22)
    4. Crying in Your Face (4:24)
    5. Klopjob (5:22)
    6. Boxing Day (6:37)
    7. Batine Acid (5:29)
    8. Cilonen (5:32)
    9. Pwsteal.ldpinch.d (3:42)
    10. Xmd5a (7:51)
  • War ich das etwa?

    Gestern habe ich mir mal den Fraktalblog vorgenommen. Das neue Design gibt es ja jetzt schon seit 2-3 Tagen. Nur ist der Nachteil: Sämtliche Fraktale sind linksbündig. Also hab ich mir jeden Beitrag vorgenommen, in die Mitte gerückt und neu gespeichert. Gleichzeitig hab ich noch Tags einfügt, mit welchem Programm das Fraktal jeweils erzeugt wurde.

    Das Ergebnis: Der Blog sieht schön aus und "Fraktale" ist Top-Tag der letzten 24 Stunden :oops: Immer noch Top, wenn auch etwas kleiner stehen dann auch noch "Apophysis" und "Fractal Explorer" - die beiden Programme mit denen ich arbeite. Aber wenn ich mir die Besucherzahlen bis jetzt ansehe (2), interessiert das sowieso keinen ;)

  • Zum heutigen Abend

    Wieder mal ein Montag. Heute ging es nach Arbeit noch schnell in die Stadt ein Schnur für meine Rollos im Wohnzimmer kaufen, da sich eine von denen durchgescheuert hat. Anschließend holte ich noch ein paar Fotos ab 88| Da waren tatsächlich noch Bilder vom Urlaub im September dabei und auch vom Marathon. Und natürlich ein paar von Tübingen...

    tuebingen1

    Danach schaute ich noch fix in der CD-Abteilung vorbei. Dirpet und Teddykrieger hatten mir wärmstens Mike Oldfield empfohlen. Also schnappte ich mir einen Stapel CDs (Tubular bells II + III, Voyager, Tres lunares). Das sollte reichen, um mir einen Überblick zu verschaffen. Ich fing mit der "Tubular bells III" an. Zu "Tubular bells" fällt mir immer ein Comic von Walter Moers ein, wo es um Errungenschaften der Musik geht und über dem Album "Bim bim bim" steht :)) Trifft es nicht ganz. Die Musik ist so viel mehr. Ganz seltsame Assoziationen wurden bei mir ausgelöst. Die Musik ist dermaßen unaufdringlich, dass es mich schon ernsthaft gestört hat. Fand sie sehr schön, aber mir fehlte etwas kantiges oder um es mal so zu sagen, die Musik war zu perfekt.

    tuebingen2

    Ich will es nicht ausschließen, mir mal eine von denen zu holen, aber in dem Moment war mir nicht danach. Also drehte ich noch eine Runde und siehe da...

    smiths

    War ich mies drauf, weil ich Popmusik hörte oder hörte ich Popmusik, weil ich mies drauf war? [High Fidelity]

    Eigentlich wollte ich noch die Schnur für das Rollo anbringen, aber mich beschlich heute Nachmittag wieder ein Gefühl von Erkältung, deswegen hab ich mich dann erstmal geschont.

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